Discussion:
Sarrazins Buch schon in der 9. Auflage und überall ausverkauft
(zu alt für eine Antwort)
Waschbär Willy
2010-09-15 20:44:58 UTC
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Buch: "Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel
setzen" Autor: Thilo Sarrazin

www.amazon.de/Deutschland-schafft-sich-unser-setzen/dp/3421044309/

Auch die 8. Auflage vom 30.August ist bei Amazon und im Buchhandel
ausverkauft, der Verlag druckt schon die 9. Auflage. Lieferbar ab 18.
September. Bis dahin gibt es lange Wartelisten in den Buchhandlungen.

Der Verlag macht mit dem Buch von dürren 464 Seiten und einem exorbitant
hohen Verkaufspreis von 22,99 Euro ein profitables Geschäft, wenn man
bedenkt, dass es nur ein billig zusammengeleimtes Pappdeckeltaschenbuch
ist; von wegen "gebunden".

Der Sinn will sich mir nicht erschließen, dieses Buch überhaupt zu
lesen. Die Fakten liegen jedem nicht political-correct verblendeten
Menschen klar vor Augen. Handeln ist angesagt!

Aber wetten, dass sich durch das Buch nichts ändert und die unfähige
Regierung die Karre noch tiefer in den Morast fährt? Der Deutsche lässt
sich von allen verarschen, aber wacht er am Ende auf, ist alles zu spät:
er schlägt alles kurz und klein.

Willy
Frank Werner
2010-09-15 20:54:02 UTC
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Post by Waschbär Willy
Auch die 8. Auflage vom 30.August ist bei Amazon und im Buchhandel
ausverkauft, der Verlag druckt schon die 9. Auflage. Lieferbar ab 18.
September. Bis dahin gibt es lange Wartelisten in den Buchhandlungen.
War das nicht bei der Biografie von Dieter Bohlen auch so? Ob das
dieselben Leute sind, die das kaufen?

Frank Werner
--
www.frankwerner.org
Waschbär Willy
2010-09-15 21:02:27 UTC
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Post by Frank Werner
Post by Waschbär Willy
Auch die 8. Auflage vom 30.August ist bei Amazon und im Buchhandel
ausverkauft, der Verlag druckt schon die 9. Auflage. Lieferbar ab 18.
September. Bis dahin gibt es lange Wartelisten in den Buchhandlungen.
War das nicht bei der Biografie von Dieter Bohlen auch so?
Nach 6 Auflagen war Schluss:
http://www.amazon.de/Nichts-als-Wahrheit-Dieter-Bohlen/dp/3453861434/
Post by Frank Werner
Ob das dieselben Leute sind, die das kaufen?
Soviele Universitätsprofessoren gibt es in ganz Deutschland nicht.

Willy
Bernd Schulz
2010-09-15 22:44:27 UTC
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Post by Frank Werner
Post by Waschbär Willy
Auch die 8. Auflage vom 30.August ist bei Amazon und im Buchhandel
ausverkauft, der Verlag druckt schon die 9. Auflage. Lieferbar ab 18.
September. Bis dahin gibt es lange Wartelisten in den Buchhandlungen.
War das nicht bei der Biografie von Dieter Bohlen auch so? Ob das
dieselben Leute sind, die das kaufen?
Ich vermute eher, dass sie bei den selben Leuten schreiben lassen. Wenn
man Sarrazin mal so vor sich hin stammeln gehört hat, dann mag man nicht
glauben, dass dieser Mann in der Lage ist ein Buch zu schreiben.

Mal ganz davon abgesehen, dass die meisten Leser bei dem
stinklangweiligen Geschwafel nicht über Seite 10 kommen werden.
Wolfram Heinrich
2010-09-16 04:56:01 UTC
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Post by Bernd Schulz
Post by Frank Werner
Post by Waschbär Willy
Auch die 8. Auflage vom 30.August ist bei Amazon und im Buchhandel
ausverkauft, der Verlag druckt schon die 9. Auflage. Lieferbar ab 18.
September. Bis dahin gibt es lange Wartelisten in den Buchhandlungen.
War das nicht bei der Biografie von Dieter Bohlen auch so? Ob das
dieselben Leute sind, die das kaufen?
Ich vermute eher, dass sie bei den selben Leuten schreiben lassen. Wenn
man Sarrazin mal so vor sich hin stammeln gehört hat, dann mag man nicht
glauben, dass dieser Mann in der Lage ist ein Buch zu schreiben.
Mal ganz davon abgesehen, dass die meisten Leser bei dem
stinklangweiligen Geschwafel nicht über Seite 10 kommen werden.
Hauptsach verkauft.

Ciao
Wolfram
--
Sensi-Bel
Einheit für medienwirksame Empfindsamkeit auf der nach oben offenen
Wecker-Skala.
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
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Jakob Achterndiek
2010-09-16 10:57:25 UTC
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Post by Bernd Schulz
Mal ganz davon abgesehen, dass die meisten Leser bei
dem stinklangweiligen Geschwafel nicht über Seite 10
kommen werden.
Seite 10 ist gerade mal die vierte Seite der 15 Seiten
umfassenden Einleitung und umfaßt folglich noch nicht
einmal ein Viertel der allerersten Problemstellung. Wer
da schon aussteigt - wenn der dann trotzdem das Maul
aufreißt, dann sollte man ihm gaaanz kräftig auf dasselbe
schlagen!! - Aber schon seeehr ganz kräftig!!!

j/\a
--
Bernd Schulz
2010-09-16 11:24:47 UTC
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Post by Jakob Achterndiek
Post by Bernd Schulz
Mal ganz davon abgesehen, dass die meisten Leser bei
dem stinklangweiligen Geschwafel nicht über Seite 10
kommen werden.
Seite 10 ist gerade mal die vierte Seite der 15 Seiten
umfassenden Einleitung und umfaßt folglich noch nicht
einmal ein Viertel der allerersten Problemstellung. Wer
da schon aussteigt - wenn der dann trotzdem das Maul
aufreißt, dann sollte man ihm gaaanz kräftig auf dasselbe
schlagen!! - Aber schon seeehr ganz kräftig!!!
Dir ist schon klar, dass ich damit andeuten wollte, dass die meisten der
"Sarrazin hat doch recht" - Schreier diese Schwarte niemals bis zu Ende
gelesen haben (werden)?
Jakob Achterndiek
2010-09-16 12:22:50 UTC
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Post by Bernd Schulz
Post by Jakob Achterndiek
Post by Bernd Schulz
Mal ganz davon abgesehen, dass die meisten Leser bei
dem stinklangweiligen Geschwafel nicht über Seite 10
kommen werden.
Seite 10 ist gerade mal die vierte Seite der 15 Seiten
umfassenden Einleitung und umfaßt folglich noch nicht
einmal ein Viertel der allerersten Problemstellung. Wer
da schon aussteigt - wenn der dann trotzdem das Maul
aufreißt, dann sollte man ihm gaaanz kräftig auf dasselbe
schlagen!! - Aber schon seeehr ganz kräftig!!!
Dir ist schon klar, dass ich damit andeuten wollte, dass
die meisten der "Sarrazin hat doch recht" - Schreier diese
Schwarte niemals bis zu Ende gelesen haben (werden)?
Aber die von Textkenntnis und Sachkunde strotzenden Urteile
"diese Schwarte" und "stinklangweiliges Geschwafel" sind schon
auf deinen Mist gewachsen, oder? Bei welcher Seite bist du
denn gerade?

j/\a
--
Bernd Schulz
2010-09-16 12:40:36 UTC
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Post by Jakob Achterndiek
Post by Bernd Schulz
Post by Jakob Achterndiek
Post by Bernd Schulz
Mal ganz davon abgesehen, dass die meisten Leser bei
dem stinklangweiligen Geschwafel nicht über Seite 10
kommen werden.
Seite 10 ist gerade mal die vierte Seite der 15 Seiten
umfassenden Einleitung und umfaßt folglich noch nicht
einmal ein Viertel der allerersten Problemstellung. Wer
da schon aussteigt - wenn der dann trotzdem das Maul
aufreißt, dann sollte man ihm gaaanz kräftig auf dasselbe
schlagen!! - Aber schon seeehr ganz kräftig!!!
Dir ist schon klar, dass ich damit andeuten wollte, dass
die meisten der "Sarrazin hat doch recht" - Schreier diese
Schwarte niemals bis zu Ende gelesen haben (werden)?
Aber die von Textkenntnis und Sachkunde strotzenden Urteile
"diese Schwarte" und "stinklangweiliges Geschwafel" sind schon
auf deinen Mist gewachsen, oder? Bei welcher Seite bist du
denn gerade?
Jawohl, das bezog sich allerdings auf den Stil. Natürlich würde ich die
Aussagen eines ausgewiesenen Fachmanns für soziologische und biologische
Fragen niemals in Frage stellen. Seine überaus kompetenten Aussagen der
Vergangenheit, insbesondere der Speiseplan für ALG2 Empfänger, haben
mich in ihrer Weisheit und Weitsichtigkeit tief beeindruckt.
Wolfram Heinrich
2010-09-16 16:13:49 UTC
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Post by Jakob Achterndiek
Aber die von Textkenntnis und Sachkunde strotzenden Urteile
"diese Schwarte" und "stinklangweiliges Geschwafel" sind schon
auf deinen Mist gewachsen, oder? Bei welcher Seite bist du
denn gerade?
Wenn du eine kreischrosa überzogene Torte siehst, beim Nähertreten
widerliches Aroma in deine Nase steigt und dir nach einer winzigen Probe
von der Glasur ein Schauer den Rücken herabläuft, dann wirst du hoffentlich
so lebensweise sein, nicht die ganze Torte aufzufressen, nur um dann sagen
zu können: "Ich habs mir doch gleich gedacht, daß mir davon schlecht wird."

Ciao
Wolfram
--
Ich weiß nicht, ob Sie jemals einen geschliffenen Diamanten im vollen
Sonnenlicht der Tropen haben schimmern und blitzen und blinken gesehen.
Wenn ja, können Sie sich vorstellen, wie das aussieht. Wenn nicht, kann ich
Ihnen kaum weiterhelfen, denn auch ich habe dergleichen noch nie gesehen.
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Michael 'Mithi' Cordes
2010-09-16 16:37:17 UTC
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Post by Wolfram Heinrich
Wenn du eine kreischrosa überzogene Torte siehst, beim Nähertreten
widerliches Aroma in deine Nase steigt und dir nach einer winzigen Probe
von der Glasur ein Schauer den Rücken herabläuft, dann wirst du hoffentlich
so lebensweise sein, nicht die ganze Torte aufzufressen, nur um dann sagen
zu können: "Ich habs mir doch gleich gedacht, daß mir davon schlecht wird."
Nun, wenn man nach diese Probe nur über die Glasur urteilt ist das
durchaus ein akzeptables Vorgehen.

Wer dann jedoch über die Torte als Ganzes urteilt macht einfach was
falsch.


cya
Mithi
Wolfram Heinrich
2010-09-16 16:55:08 UTC
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Post by Michael 'Mithi' Cordes
Post by Wolfram Heinrich
Wenn du eine kreischrosa überzogene Torte siehst, beim Nähertreten
widerliches Aroma in deine Nase steigt und dir nach einer winzigen Probe
von der Glasur ein Schauer den Rücken herabläuft, dann wirst du hoffentlich
so lebensweise sein, nicht die ganze Torte aufzufressen, nur um dann sagen
zu können: "Ich habs mir doch gleich gedacht, daß mir davon schlecht wird."
Nun, wenn man nach diese Probe nur über die Glasur urteilt ist das
durchaus ein akzeptables Vorgehen.
Wer dann jedoch über die Torte als Ganzes urteilt macht einfach was
falsch.
Nun ist der Zuckerbäcker Sarrazin nicht erst seit einigen Tagen im
Konditorgeschäft tätig. Er hat uns schon mehrmals Törtchen und Süße
Teilchen beschert, die empfindsamere Gaumen und Mägen in Aufruhr brachten.
In so einem Falle würde ich eher sagen, ein Blick auf die Torte sollte
reichen. Mögen sich die berufsmäßigen Verkoster damit beschäftigen, sie
bekommen Schmerzensgeld für ihre Lektüre.

Ciao
Wolfram
--
Ja, ist das jetzt wahr? Das wäre ja Wahnsinn, wenn das wahr wäre. Es wird
wahrscheinlich doch nicht wahr sein.
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Jakob Achterndiek
2010-09-16 18:12:20 UTC
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Post by Wolfram Heinrich
Post by Michael 'Mithi' Cordes
Post by Wolfram Heinrich
Wenn du eine kreischrosa überzogene Torte siehst, beim Nähertreten
widerliches Aroma in deine Nase steigt und dir nach einer winzigen Probe
von der Glasur ein Schauer den Rücken herabläuft, dann wirst du hoffentlich
so lebensweise sein, nicht die ganze Torte aufzufressen, nur um dann sagen
zu können: "Ich habs mir doch gleich gedacht, daß mir davon schlecht wird."
Nun, wenn man nach diese Probe nur über die Glasur urteilt ist das
durchaus ein akzeptables Vorgehen.
Wer dann jedoch über die Torte als Ganzes urteilt macht einfach was
falsch.
Nun ist der Zuckerbäcker Sarrazin nicht erst seit einigen Tagen im
Konditorgeschäft tätig. Er hat uns schon mehrmals Törtchen und Süße
Teilchen beschert, die empfindsamere Gaumen und Mägen in Aufruhr brachten.
In so einem Falle würde ich eher sagen, ein Blick auf die Torte sollte
reichen. Mögen sich die berufsmäßigen Verkoster damit beschäftigen, sie
bekommen Schmerzensgeld für ihre Lektüre.
Den Vergleich mit der Torte hätte ich für eine ironische Glosse
gehalten und nur eingewendet, daß die Farbe falsch beschrieben
ist. Aber nach dieser Erwiderung kommt mir der böse Gedanke,
daß der eine oder andere sich offenbar richtig viel Mühe geben
muß, seine Ignoranz ein bißchen herauszuputzen.

j/\a
--
Wolfram Heinrich
2010-09-16 18:34:51 UTC
Permalink
Post by Jakob Achterndiek
Post by Wolfram Heinrich
Post by Michael 'Mithi' Cordes
Post by Wolfram Heinrich
Wenn du eine kreischrosa überzogene Torte siehst, beim Nähertreten
widerliches Aroma in deine Nase steigt und dir nach einer winzigen Probe
von der Glasur ein Schauer den Rücken herabläuft, dann wirst du hoffentlich
so lebensweise sein, nicht die ganze Torte aufzufressen, nur um dann sagen
zu können: "Ich habs mir doch gleich gedacht, daß mir davon schlecht wird."
Nun, wenn man nach diese Probe nur über die Glasur urteilt ist das
durchaus ein akzeptables Vorgehen.
Wer dann jedoch über die Torte als Ganzes urteilt macht einfach was
falsch.
Nun ist der Zuckerbäcker Sarrazin nicht erst seit einigen Tagen im
Konditorgeschäft tätig. Er hat uns schon mehrmals Törtchen und Süße
Teilchen beschert, die empfindsamere Gaumen und Mägen in Aufruhr brachten.
In so einem Falle würde ich eher sagen, ein Blick auf die Torte sollte
reichen. Mögen sich die berufsmäßigen Verkoster damit beschäftigen, sie
bekommen Schmerzensgeld für ihre Lektüre.
Den Vergleich mit der Torte hätte ich für eine ironische Glosse
gehalten und nur eingewendet, daß die Farbe falsch beschrieben
ist. Aber nach dieser Erwiderung kommt mir der böse Gedanke,
daß der eine oder andere sich offenbar richtig viel Mühe geben
muß, seine Ignoranz ein bißchen herauszuputzen.
Muß ich tatsächlich eine durchs Dorf getriebene Sau erst obduzieren ehe ich
sagen darf "Ach, das ist nur wieder die übliche Sau, die durchs Dorf
getrieben wird"? Du liest von einem Schriftsteller eine Kurzgeschichte, sie
stößt dir sauer auf und du denkst, das wird wohl nix mit dem Poeten. Dann
erscheint sein Roman, du wirfst einige stichprobenartige Blicke hinein und
erkennst die Mängel der Kurzgeschichte darin wieder. Muß ich denn alles
lesen, um urteilen zu können? Muß ich mir jedes Zäpfchen selber in den
Arsch schieben?

Ciao
Wolfram
--
Wenn Marx auferstünde von den Toten - der würde sich wundern.
UNBEKANNT
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Walter Schmid
2010-09-16 18:56:29 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Post by Jakob Achterndiek
Post by Wolfram Heinrich
Post by Michael 'Mithi' Cordes
Post by Wolfram Heinrich
Wenn du eine kreischrosa überzogene Torte siehst, beim Nähertreten
widerliches Aroma in deine Nase steigt und dir nach einer winzigen Probe
von der Glasur ein Schauer den Rücken herabläuft, dann wirst du hoffentlich
so lebensweise sein, nicht die ganze Torte aufzufressen, nur um dann sagen
zu können: "Ich habs mir doch gleich gedacht, daß mir davon schlecht wird."
Nun, wenn man nach diese Probe nur über die Glasur urteilt ist das
durchaus ein akzeptables Vorgehen.
Wer dann jedoch über die Torte als Ganzes urteilt macht einfach was
falsch.
Nun ist der Zuckerbäcker Sarrazin nicht erst seit einigen Tagen im
Konditorgeschäft tätig. Er hat uns schon mehrmals Törtchen und Süße
Teilchen beschert, die empfindsamere Gaumen und Mägen in Aufruhr brachten.
In so einem Falle würde ich eher sagen, ein Blick auf die Torte sollte
reichen. Mögen sich die berufsmäßigen Verkoster damit beschäftigen, sie
bekommen Schmerzensgeld für ihre Lektüre.
Den Vergleich mit der Torte hätte ich für eine ironische Glosse
gehalten und nur eingewendet, daß die Farbe falsch beschrieben
ist. Aber nach dieser Erwiderung kommt mir der böse Gedanke,
daß der eine oder andere sich offenbar richtig viel Mühe geben
muß, seine Ignoranz ein bißchen herauszuputzen.
Muß ich tatsächlich eine durchs Dorf getriebene Sau erst obduzieren ehe ich
sagen darf "Ach, das ist nur wieder die übliche Sau, die durchs Dorf
getrieben wird"? Du liest von einem Schriftsteller eine Kurzgeschichte, sie
stößt dir sauer auf und du denkst, das wird wohl nix mit dem Poeten. Dann
erscheint sein Roman, du wirfst einige stichprobenartige Blicke hinein und
erkennst die Mängel der Kurzgeschichte darin wieder. Muß ich denn alles
lesen, um urteilen zu können? Muß ich mir jedes Zäpfchen selber in den
Arsch schieben?
Fahr ja nie auf Autobahnen, denn die hat ein sehr böser Mensch
erfunden.

Auch wenn Sarrazin ein biologischer Ignorant ist: die, die ihn
kritisieren, sind Ignoranten in Bezug auf statistische Aussagen.
Oder hat er irgendwo behauptet, *alle* Muslime seien dumm?

Gruss

Walter
Wolfram Heinrich
2010-09-16 20:48:40 UTC
Permalink
Post by Walter Schmid
Auch wenn Sarrazin ein biologischer Ignorant ist: die, die ihn
kritisieren, sind Ignoranten in Bezug auf statistische Aussagen.
Erzähl du mir nix über Intelligenzstatistik. Rike Kunze war so freundlich,
hier einen Link auf einen kurzen Videospot hereinzustellen:

Sarrazin hat ja auch behauptet, Schwaben seien intelligenter als
Brandenburger. Auf einer Veranstaltung in Potsdam hat die anwesende
brandenburgische Bevölkerung diese, auf Anfrage von Sarrazin wiederholte
Behauptung bejubelt. Daraus könnte man nun den Schluß ziehen, die
Brandenburger seien eine Horde lallender Idioten, zumindest die dort im
Saal anwesenden.

Nun ist es aber - entgegen anderslautenden Gerüchten - so, daß Intelligenz,
das heißt die von Intelligenztests erfaßbaren Intelligenz-Leistungen nicht
spontan und voraussetzungslos sind. Die in solchen Tests zu lösenden
Aufgaben sind von der Struktur her lehrbar, man kann sie üben und sie
werden gelehrt und geübt, in höheren Schulen besser, in anderen Schulen
nicht so gut. Vorhandene Intelligenz kann also gefördert oder nicht
gefördert werden, sie wird in besseren Schulen besser gefördert, sie wird
in Elternhäusern mit besserer Schulbildung besser gefördert und sie wird in
armen Familien (unter anderem Wohnsituation) schlechter gefördert als in
wohlhabenden Familien.
Wenn ich also zwei Populationen im Hinblick auf ihre Intelligenz
miteinander vergleichen will, dann muß ich die beiden Populationen im
Hinblick auf diese meßfehlerträchtigen Störfaktoren parallelisieren. Ich
will mich jetzt nicht mit der Problematik interkultureller Vergleiche
aufhalten, nehmen wir an, ein Forscher wolle die Intelligenz der Einwohner
der Stadt Tübingen mit jener des Alb-Donau-Kreises (beide in
Baden-Württemberg gelegen) vergleichen.
Jede Wette, daß der durchschnittliche Intelligenz-Quotient in Tübingen
deutlich höher liegen wird als im Alb-Donau-Kreis. (Daß der Begriff
"durchschnittlicher Intelligenz-Quotient" jeden Menschen, der weiß, was
eine Ordinalskala ist, vor Pein und Scham winseln läßt, lasse ich hier
ebenfalls mal außen vor.)
In der Universitätsstadt Tübingen (die von ihrer Uni geprägt ist wie keine
andere Stadt in Deutschland) triffst du einen sehr hohen Anteil an Leuten
mit guter bis sehr guter Bildung an, die aus dem Alb-Donau-Kreis stammenden
Intelligenzbestien hocken in Tübingen rum und treiben hier den Schnitt
hoch, während sie in ihrer Heimat zur Aufpolierung der Statistik fehlen.
Ich muß das nicht im Einzelnen ausführen, der Mechanismus ist klar.

Moslems in Deutschland (ich sag jetzt mal der Einfachheit halber "Türken")
haben einen ganz deutlichen Bias in Richtung Unterschicht, wenig Förderung,
schlechte Bildung, die üblichen Unterschichtphänomene. Der Bias wird im
übrigen verschärft durch den Umstand, daß türkische Akademiker, die in
Deutschland geboren und aufgewachsen sind, irgendwann in die Türkei
zurückgehen (nun, nicht eigentlich "zurück", aber es ist klar, was ich
meine), weil sie es nicht mehr ertragen, in Deutschland wie ein
minderwertiges Stück Fleisch behandelt zu werden.

Nun könnte ein schlaues Kerlchen kommen und sagen, es sei ja genau
umgekehrt, die Unterschicht sei Unterschicht, weil diese Leute zu blöd
wären, sich für bessere Jobs zu qualifizieren.

Schnitt/Gedankenexperiment: Stelle dir eine Gesellschaft vor, die aus
lauter Klons von Albert Einstein und Mileva Einstein-Marić (1) bestünde.
(Okay, die Vorstellung ist optisch ein wenig eintönig.) Was würde
geschehen? Eine Gesellschaft, in der alle über Theoretische Physik
nachdenken wäre bald verhungert, es braucht Leute, die Gräben ausheben,
Dächer decken, Brot backen und Kühe melken. Der Großteil der Alberts und
Milevas müßte von der Theoretischen Physik abgezogen werden, damit die
Gesellschaft überleben kann. Auf Theoretische Physiker kann eine
Gemeinschaft zur Not verzichten, auf Bauern nicht.
Relativ kurze Zeit, nachdem du dir so eine Klongesellschaft eingerichtet
hast (die allfälligen Nachkommen sind dann ja ebenfalls mit
Intelligenz-Genen vollgepumpt, daß es ihnen bei den Ohren nur so
rausspritzt), wirst du eine deutliche Differenzierung der Intelligenz-Werte
feststellen.
Post by Walter Schmid
Oder hat er irgendwo behauptet, *alle* Muslime seien dumm?
Es gibt auch anständige Schweizer. (Du merkst die Strukturgleichheit? Ich
frag nur sicherheitshalber nach.)

Ciao
Wolfram

(1) Mileva Einstein-Marić war die erste Frau von Albert Einstein, eine
hochbegabte Mathematikerin und Physikerin, der man nachsagt, sie habe dem
mathematisch nicht ganz sattelfesten Einstein entscheidend geholfen, seine
Relativitätstheorie zu formulieren.
--
Verstehen wollen heißt, daß wir etwas zurückzuerobern versuchen, was wir
verloren haben.
PETER HØEG: "FRÄULEIN SMILLAS GESPÜR FÜR SCHNEE", S. 39
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<http://www.freitag.de/community/blogs/wolfram-heinrich>
Walter Schmid
2010-09-17 08:24:58 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Schnitt/Gedankenexperiment: Stelle dir eine Gesellschaft vor, die aus
lauter Klons von Albert Einstein und Mileva Einstein-Marić (1) bestünde.
(Okay, die Vorstellung ist optisch ein wenig eintönig.) Was würde
geschehen? Eine Gesellschaft, in der alle über Theoretische Physik
nachdenken wäre bald verhungert, es braucht Leute, die Gräben ausheben,
Dächer decken, Brot backen und Kühe melken. Der Großteil der Alberts und
Milevas müßte von der Theoretischen Physik abgezogen werden, damit die
Gesellschaft überleben kann. Auf Theoretische Physiker kann eine
Gemeinschaft zur Not verzichten, auf Bauern nicht.
Relativ kurze Zeit, nachdem du dir so eine Klongesellschaft eingerichtet
hast (die allfälligen Nachkommen sind dann ja ebenfalls mit
Intelligenz-Genen vollgepumpt, daß es ihnen bei den Ohren nur so
rausspritzt), wirst du eine deutliche Differenzierung der Intelligenz-Werte
feststellen.
Auch Du gehst anscheinend von der irrigen Annahme aus, die
Intelligenz eines Individuums sei eine Konstante, wenn auch durch
die Lebensumstände determiniert. Das ist falsch: Schüler sind (im
Durchschnitt) am Montag messbar dümmer als am vorhergehenden
Freitag. Trotzdem zieht man nicht die Konsequenz der
7-Tage-Schule. Der Sarrazin für dies Problem muss also erst noch
kommen!
Post by Wolfram Heinrich
Post by Walter Schmid
Oder hat er irgendwo behauptet, *alle* Muslime seien dumm?
Es gibt auch anständige Schweizer. (Du merkst die Strukturgleichheit? Ich
frag nur sicherheitshalber nach.)
Nein, ohne Vergleich ("Schweizer sind anständiger als ...") sagt
der Satz gar nichts, ausser dass auch die Anständigkeit ungefähr
nach Gauss normalverteilt ist. Wer sich über diese Trivialität
aufregt, regt sich völlig unbegründet auf.

Uebrigens: Deutsche Migranten in der Schweiz sind 40% weniger
kriminell als Schweizer der selben Alterskategorie. (Angolaner
530% krimineller, Türken 220%.)

http://www.blick.ch/news/schweiz/angolaner-sind-die-top-kriminellen-in-der-schweiz-156352

Im Unterschied zu Sarrazin wird diese Statistik bei uns beinahe
totgeschwiegen. Die NZZ verlor z.B. kein Wort dazu.

Gruss

Walter
Jakob Achterndiek
2010-09-17 08:57:43 UTC
Permalink
Am 17.09.2010, 10:24 Uhr, schrieb Walter Schmid
Post by Walter Schmid
Auch Du gehst anscheinend von der irrigen Annahme aus, die
Intelligenz eines Individuums sei eine Konstante, wenn auch durch
die Lebensumstände determiniert. Das ist falsch: Schüler sind (im
Durchschnitt) am Montag messbar dümmer als am vorhergehenden
Freitag.
Das kann man nicht nur bei Schülern, sondern sogar bei einzelnen
Sätzen beobachten: Viele von ihnen sind (im Durchschnitt) an ihrem
Ende dümmer als am vorhergehenden Anfang.

j/\a
--
Wolfram Heinrich
2010-09-17 09:26:05 UTC
Permalink
Post by Walter Schmid
Auch Du gehst anscheinend von der irrigen Annahme aus, die
Intelligenz eines Individuums sei eine Konstante, wenn auch durch
die Lebensumstände determiniert.
Wie kann etwas eine Konstante sein, das durch äußere Umstände determiniert
ist und dann durch fortwirkende Einflüsse weiter modifiziert wird?
Post by Walter Schmid
Das ist falsch: Schüler sind (im
Durchschnitt) am Montag messbar dümmer als am vorhergehenden
Freitag.
Du machst es mir wirklich nicht leicht. Ich sitz da, les diesen Satz von
dir und frage mich bekümmert, wie ich es dir nur erkläre, ohne die
Erklärung bei der Erschaffung der Welt zu beginnen.
Vielleicht klappt es so: Es geht das Gerücht, Newton und Einstein seien
während längerer Abschnitte ihres Lebens absolut brunzdumm gewesen,
unfähig, auch nur die einfachsten Aufgaben zu lösen. Als sie dann des
morgens aufgewacht waren, kamen sie allmählich in die Gänge und konnten
wieder eine Kugel von einem Apfel unterscheiden.
Post by Walter Schmid
Post by Wolfram Heinrich
Post by Walter Schmid
Oder hat er irgendwo behauptet, *alle* Muslime seien dumm?
Es gibt auch anständige Schweizer. (Du merkst die Strukturgleichheit? Ich
frag nur sicherheitshalber nach.)
Nein, ohne Vergleich ("Schweizer sind anständiger als ...") sagt
der Satz gar nichts, ausser dass auch die Anständigkeit ungefähr
nach Gauss normalverteilt ist.
Ich weigere mich fürs erste, diese Anmerkung zu kommentieren. Stattdessen
geht die Frage an die Mitlesenden: Ist die Strukturgleichheit (okay:
-ähnlichkeit) zwischen den beiden - schwer beleidigenden - Sätzen
- "Nicht *alle* Moslems sind dumm"
und
- "Es gibt auch anständige Schweizer"
wirklich so schwer zu entdecken?
Post by Walter Schmid
Uebrigens: Deutsche Migranten in der Schweiz sind 40% weniger
kriminell als Schweizer der selben Alterskategorie. (Angolaner
530% krimineller, Türken 220%.)
Eine zeitlang dachte ich, nun, da ich so alt geworden bin, könnte mich kaum
noch etwas überraschen, jeder nur denkbare Wahnwitz sei mir bereits in der
einen oder anderen Form, durch direktes Erleben oder durch Lektüre
begegnet. Du aber schaffst es, mich wieder demütig zu machen und meinen
Hochmut zurechtzustutzen.
Wundert es dich tatsächlich, daß ein in der Schweiz lebender deutscher
Hochschulprofessor nicht so häufig der Oma ihr Handtascherl entreißt wie
ein ebenfalls in der Schweiz lebender angolanischer Tellerwäscher?

Ciao
Wolfram
--
Ja, haben Sie das gewußt, daß der Jesus a Jud war? Und die Jungfrau Maria,
die Muttergottes also auch? Daß demnach sogar der Liebe Gott ein Jud ist?
Ach so, das ham Sie schon gwußt.
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<http://www.freitag.de/community/blogs/wolfram-heinrich>
Walter Schmid
2010-09-17 10:02:30 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Post by Walter Schmid
Auch Du gehst anscheinend von der irrigen Annahme aus, die
Intelligenz eines Individuums sei eine Konstante, wenn auch durch
die Lebensumstände determiniert.
Wie kann etwas eine Konstante sein, das durch äußere Umstände determiniert
ist und dann durch fortwirkende Einflüsse weiter modifiziert wird?
Der Begriff "Konstante" ist ein relativer. Auch die
Erdbeschleunigung g = 9,81 m/s^2 ist streng genommen nicht konstant.
Post by Wolfram Heinrich
Post by Walter Schmid
Das ist falsch: Schüler sind (im
Durchschnitt) am Montag messbar dümmer als am vorhergehenden
Freitag.
Du machst es mir wirklich nicht leicht. Ich sitz da, les diesen Satz von
dir und frage mich bekümmert, wie ich es dir nur erkläre, ohne die
Erklärung bei der Erschaffung der Welt zu beginnen.
Vielleicht klappt es so: Es geht das Gerücht, Newton und Einstein seien
während längerer Abschnitte ihres Lebens absolut brunzdumm gewesen,
unfähig, auch nur die einfachsten Aufgaben zu lösen. Als sie dann des
morgens aufgewacht waren, kamen sie allmählich in die Gänge und konnten
wieder eine Kugel von einem Apfel unterscheiden.
Dieses Gerücht ist richtig und falsch zugleich. Die Falschheit
überwiegt jedoch massiv.
Post by Wolfram Heinrich
Post by Walter Schmid
Post by Wolfram Heinrich
Post by Walter Schmid
Oder hat er irgendwo behauptet, *alle* Muslime seien dumm?
Es gibt auch anständige Schweizer. (Du merkst die Strukturgleichheit? Ich
frag nur sicherheitshalber nach.)
Nein, ohne Vergleich ("Schweizer sind anständiger als ...") sagt
der Satz gar nichts, ausser dass auch die Anständigkeit ungefähr
nach Gauss normalverteilt ist.
Ich weigere mich fürs erste, diese Anmerkung zu kommentieren. Stattdessen
-ähnlichkeit) zwischen den beiden - schwer beleidigenden - Sätzen
- "Nicht *alle* Moslems sind dumm"
und
- "Es gibt auch anständige Schweizer"
wirklich so schwer zu entdecken?
Das würde ich von den Mitlesenden auch gerne erfahren!

Man kann mE beide Sätze entweder statistisch oder pejorativ
auffassen. Das Pamphlet von TS ist natürlich pejorativ. Aber man
behauptet ja, es sei *falsch*. Und das ist gelogen, denn es ist
nicht alles Unbequeme darin falsch.
Post by Wolfram Heinrich
Post by Walter Schmid
Uebrigens: Deutsche Migranten in der Schweiz sind 40% weniger
kriminell als Schweizer der selben Alterskategorie. (Angolaner
530% krimineller, Türken 220%.)
Eine zeitlang dachte ich, nun, da ich so alt geworden bin, könnte mich kaum
noch etwas überraschen, jeder nur denkbare Wahnwitz sei mir bereits in der
einen oder anderen Form, durch direktes Erleben oder durch Lektüre
begegnet. Du aber schaffst es, mich wieder demütig zu machen und meinen
Hochmut zurechtzustutzen.
Wundert es dich tatsächlich, daß ein in der Schweiz lebender deutscher
Hochschulprofessor nicht so häufig der Oma ihr Handtascherl entreißt wie
ein ebenfalls in der Schweiz lebender angolanischer Tellerwäscher?
Habe ich behauptet, dass es mich wundere, dass Kriminalität
negativ mit Bildung korreliert?

Du demonstrierst doch gerade, wie Du mit Vorurteilen zu falschen
Schlüssen kommst!

Gruss

Walter
Wolfram Heinrich
2010-09-17 14:12:29 UTC
Permalink
Post by Walter Schmid
Post by Wolfram Heinrich
Wie kann etwas eine Konstante sein, das durch äußere Umstände determiniert
ist und dann durch fortwirkende Einflüsse weiter modifiziert wird?
Der Begriff "Konstante" ist ein relativer. Auch die
Erdbeschleunigung g = 9,81 m/s^2 ist streng genommen nicht konstant.
Gut, das ist jetzt der Fakt, mit dem du argumentieren willst. Wo aber
bleibt die Argumentation?
Post by Walter Schmid
Post by Wolfram Heinrich
Vielleicht klappt es so: Es geht das Gerücht, Newton und Einstein seien
während längerer Abschnitte ihres Lebens absolut brunzdumm gewesen,
unfähig, auch nur die einfachsten Aufgaben zu lösen. Als sie dann des
morgens aufgewacht waren, kamen sie allmählich in die Gänge und konnten
wieder eine Kugel von einem Apfel unterscheiden.
Dieses Gerücht ist richtig und falsch zugleich. Die Falschheit
überwiegt jedoch massiv.
So geht das nicht. Ich gebe mir relativ viel Mühe, auf deine Ausführungen
zu antworten und eine Begründung zu liefern, du aber antwortest mit einem
lakonischen "Nein, stimmt nicht."
Post by Walter Schmid
Man kann mE beide Sätze entweder statistisch oder pejorativ
auffassen. Das Pamphlet von TS ist natürlich pejorativ. Aber man
behauptet ja, es sei *falsch*. Und das ist gelogen, denn es ist
nicht alles Unbequeme darin falsch.
Und wieder dieses simple "Nein, stimmt nicht." Einmal noch und ich steige
aus.

Wenn das Beste, das ich von einem Buch sagen kann, der Umstand ist, daß
*nicht alles*, was drin steht falsch ist, dann ist das wahrlich keine
Empfehlung.
Post by Walter Schmid
Post by Wolfram Heinrich
Wundert es dich tatsächlich, daß ein in der Schweiz lebender deutscher
Hochschulprofessor nicht so häufig der Oma ihr Handtascherl entreißt wie
ein ebenfalls in der Schweiz lebender angolanischer Tellerwäscher?
Habe ich behauptet, dass es mich wundere, dass Kriminalität
negativ mit Bildung korreliert?
Du demonstrierst doch gerade, wie Du mit Vorurteilen zu falschen
Schlüssen kommst!
Hiermit steige ich aus.
--
Vielleicht hat Gott selber mich zum Atheisten erwählt?
STANISLAW JERZY LEC
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<http://www.freitag.de/community/blogs/wolfram-heinrich>
Michael Jacobi
2010-09-17 09:51:00 UTC
Permalink
Post by Walter Schmid
Uebrigens: Deutsche Migranten in der Schweiz sind 40% weniger
kriminell als Schweizer der selben Alterskategorie. (Angolaner
530% krimineller, Türken 220%.)
http://www.blick.ch/news/schweiz/angolaner-sind-die-top-kriminellen-in-der-
schweiz-156352
Post by Walter Schmid
Im Unterschied zu Sarrazin wird diese Statistik bei uns beinahe
totgeschwiegen. Die NZZ verlor z.B. kein Wort dazu.
... was nicht von (Selbst-)Zensur oder Unterdrückung unbequemer Wahrheiten
zeugt, sondern von schlichtem Verantwortungsbewusstsein: Solche 'nackten'
Zahlen sind, zumindest in der in "Blick" veröffentlichten Form, vor allem
eines - absolut wertlos!

Wertlos und gefährlich, weil sie zu Fehlinterpretationen durch populistische
Wichtigtuer und Rattenfänger geradezu einladen. (Übrigens: Niemand geringeres
als das Statistische Bundesamt hat Herrn Sarrazins Zahlenspielereien bereits
als wissenschaftlich nicht haltbar kritisiert.)

Mit vollem Recht beklagt dagegen Wolfram die offenbar zunehmende Tendenz in
den westlichen Gesellschaften, schichtenspezifische Schieflagen auszublenden
und auf primär ethnisch-kulturelle oder gar - gütiger Himmel! - genetische
Ursachen abzuwälzen. Klar - ist ja auch die einfachste und billigste Lösung:
Wo eh nichts mehr zu machen ist, muss auch niemand mehr Geld, Arbeit und
Kreativität investieren, um die Lage zu verbessern.

Gibt es denn beispielsweise eine Statistik, welche die Kriminalitätsrate von
Schweizern aus der Unterschicht mit der von Angehörigen der mittleren und
oberen Schichten vergleicht? Um wieviel "krimineller", frage ich mich, würden
Erstgenannte wohl abschneiden? (Zumal bestimmte Formen von
Wirtschaftskriminalität - ein Feld, wo die Unterschicht mangels Masse Boden
gut machen könnte - gerade auch von NZZ-Redakteuren ja gerne schon mal zu
Kavaliersdelikten bagatellisiert werden, wie u.a. in Erwin Wagenhofers Film
"Let's Make Money" eindrücklich dokumentiert.)

Wäre es mithin unbescheiden, einmal erfahren zu wollen, auf welche *Formen*
von Kriminalität sich die genannten Daten im Einzelnen beziehen? Wäre es nicht
schön, wenigstens zu wissen, ob wir von Ladendiebstahl, Passvergehen oder
unterschlagenen Kassenbons, von Raub, Mord oder Kindesmissbrauch sprechen??

Wer indessen nichts Besseres zu bieten hat als platte Aussagen des Schemas
"Gruppe A ist um x Prozent krimineller als Gruppe B", möge sich einmal
kritisch hinterfragen, auf welches Niveau er sich begibt und wessen Geschäft
er damit betreibt.


Gruß

Michael
Walter Schmid
2010-09-17 12:02:21 UTC
Permalink
Post by Walter Schmid
Post by Walter Schmid
Uebrigens: Deutsche Migranten in der Schweiz sind 40% weniger
kriminell als Schweizer der selben Alterskategorie. (Angolaner
530% krimineller, Türken 220%.)
http://www.blick.ch/news/schweiz/angolaner-sind-die-top-kriminellen-in-der-
schweiz-156352
Post by Walter Schmid
Im Unterschied zu Sarrazin wird diese Statistik bei uns beinahe
totgeschwiegen. Die NZZ verlor z.B. kein Wort dazu.
... was nicht von (Selbst-)Zensur oder Unterdrückung unbequemer Wahrheiten
zeugt, sondern von schlichtem Verantwortungsbewusstsein: Solche 'nackten'
Zahlen sind, zumindest in der in "Blick" veröffentlichten Form, vor allem
eines - absolut wertlos!
Du hast recht, diese Statistik braucht zusätzliche Informationen,
um *vollständig* interpretiert werden zu können.

Daraus den Schluss zu ziehen, sie sollte nicht veröffentlicht
werden, ist jedoch sehr gefährlich. Dass man die menschengemachte
Klimaerwärmung stoppen könne, ist z.B. wissenschaftlich auch noch
nicht bewiesen (und wird es auch gar nie sein). Also wäre die
Förderung von nachhaltigen Energiequellen unwissenschaftlich und
deshalb zu verbieten. Sogar Reden darüber soll man nicht, bzw.
nur im Elfenbeinturm.
Post by Walter Schmid
Wertlos und gefährlich, weil sie zu Fehlinterpretationen durch populistische
Wichtigtuer und Rattenfänger geradezu einladen. (Übrigens: Niemand geringeres
als das Statistische Bundesamt hat Herrn Sarrazins Zahlenspielereien bereits
als wissenschaftlich nicht haltbar kritisiert.)
Nochmals: wenn nur die Wisssenschaft Probleme lösen darf, werden
die allermeisten Probleme überhaupt nie gelöst. - Das ist kein
Vorwurf an die Wissenschaft, aber Politik ist nun mal keine
Wissenschaft.
Post by Walter Schmid
Mit vollem Recht beklagt dagegen Wolfram die offenbar zunehmende Tendenz in
den westlichen Gesellschaften, schichtenspezifische Schieflagen auszublenden
und auf primär ethnisch-kulturelle oder gar - gütiger Himmel! - genetische
Ursachen abzuwälzen.
Ich stelle eher fest, dass die Vorurteils-Tendenz in Bezug auf
Vererbung umgekehrt ist. Dass Sarrazin hier falsch liegt,
bestreiten nur wirkliche Dummköpfe.

Dass Religion einem Volk schaden kann, ist so offensichtlich,
dass es keine Wissenschaft braucht, das einzusehen: Alle
muslimischen Länder werden (zumindest pro Kopf) immer ärmer,
sobald man die seit Jahrzehnten schwindenden Rohstofflager in
ihrem Boden in die Bilanz miteinbezieht.
Post by Walter Schmid
Wo eh nichts mehr zu machen ist, muss auch niemand mehr Geld, Arbeit und
Kreativität investieren, um die Lage zu verbessern.
Darum geht es nicht: Jedes hochindustrialisierte Land braucht
auch eine Unterschicht. Die Klofrau mit Hochschulabschluss ist
keine Lösung. Wenn man der Unterschicht Frühförderung aus
Geldmangel verweigert, muss das nicht schief gehen für die
Betroffenen - ausser sie sind Muslime mit ihrem 'Kultur'-Stolz.
Eine religionsbedingt stolze Unterschicht kann nie glücklich
leben. Das muss in Kriminalität münden: gegen Innen als
'häusliche Gewalt' - gegen Aussen als Raub oder Terrorismus.
Post by Walter Schmid
Gibt es denn beispielsweise eine Statistik, welche die Kriminalitätsrate von
Schweizern aus der Unterschicht mit der von Angehörigen der mittleren und
oberen Schichten vergleicht?
Das gibt es meines Wissens schon lange. Man weiss, dass die Arten
von Kriminalität auch von Ausbildung und Beruf abhängen.
Post by Walter Schmid
Um wieviel "krimineller", frage ich mich, würden
Erstgenannte wohl abschneiden? (Zumal bestimmte Formen von
Wirtschaftskriminalität - ein Feld, wo die Unterschicht mangels Masse Boden
gut machen könnte - gerade auch von NZZ-Redakteuren ja gerne schon mal zu
Kavaliersdelikten bagatellisiert werden, wie u.a. in Erwin Wagenhofers Film
"Let's Make Money" eindrücklich dokumentiert.)
Wäre es mithin unbescheiden, einmal erfahren zu wollen, auf welche *Formen*
von Kriminalität sich die genannten Daten im Einzelnen beziehen? Wäre es nicht
schön, wenigstens zu wissen, ob wir von Ladendiebstahl, Passvergehen oder
unterschlagenen Kassenbons, von Raub, Mord oder Kindesmissbrauch sprechen??
Deine Fragen sind berichtigt, aber kein Grund, vorläufige
Ergebnisse geheim zu halten. Zudem würde deren Beantwortung
wiederum zu neuen Fragen Anlass geben. Ad infinitum.
Post by Walter Schmid
Wer indessen nichts Besseres zu bieten hat als platte Aussagen des Schemas
"Gruppe A ist um x Prozent krimineller als Gruppe B", möge sich einmal
kritisch hinterfragen, auf welches Niveau er sich begibt und wessen Geschäft
er damit betreibt.
Wenn Du davon ausgehst, dass auf hohem Niveau mehr Probleme
gelöst werden als auf tiefem, hast Du ein sehr unrealistisches
Verhältnis zur Welt.

Die Probleme sind nun mal da - und man kann nicht auf die
Wissenschaft warten, bis sie das ultimative Lösungskonzept
vorlegt. Für Politiker dient Warten auf die Wissenschaft gerne
dazu, die Zeit bis zum Ende des Amtes zu überbrücken. Wenn nun
ein Sarrazin diese 'Ruhe vor dem Ruhestand' verdirbt, muss er ja
den Zorn der (die Wissenschaft oft nur missbrauchenden)
Regierenden auf sich ziehen.

Gruss

Walter
Beryll Snyder
2010-10-31 19:32:28 UTC
Permalink
Ich stelle eher fest, dass die Vorurteils-Tendenz in Bezug auf Vererbung
umgekehrt ist. Dass Sarrazin hier falsch liegt, bestreiten nur wirkliche
Dummköpfe.
Dass Religion einem Volk schaden kann, ist so offensichtlich, dass es
keine Wissenschaft braucht, das einzusehen: Alle muslimischen Länder
werden (zumindest pro Kopf) immer ärmer, sobald man die seit Jahrzehnten
schwindenden Rohstofflager in ihrem Boden in die Bilanz miteinbezieht.
Aber Religion ist wohl nicht vererbt ...
Klar - ist ja auch die einfachste und billigste Lösung: Wo eh nichts
mehr zu machen ist, muss auch niemand mehr Geld, Arbeit und Kreativität
investieren, um die Lage zu verbessern.
Darum geht es nicht: Jedes hochindustrialisierte Land braucht auch eine
Unterschicht. Die Klofrau mit Hochschulabschluss ist keine Lösung.
Ach ja, wie kommt man denn auf so eine Idee?
Wieder Genetik?
Angesichts der Kürze der Zeit, die die Menschheit bisher in einem
halbwegs kultivierten Zustand verbringt, halte ich das für eine wenig
fantasievolle Behauptung.
Wenn
man der Unterschicht Frühförderung aus Geldmangel verweigert, muss das
nicht schief gehen für die Betroffenen - ausser sie sind Muslime mit
ihrem 'Kultur'-Stolz. Eine religionsbedingt stolze Unterschicht kann nie
glücklich leben. Das muss in Kriminalität münden: gegen Innen als
'häusliche Gewalt' - gegen Aussen als Raub oder Terrorismus.
Allerdings kommen die grossen Fische alle aus der "Oberschicht". Oder wer
hat das Finanzsystem gnadenlos ausgeplündert - mit noch gar nicht
absehbaren Folgen?
Gibt es denn beispielsweise eine Statistik, welche die
Kriminalitätsrate von Schweizern aus der Unterschicht mit der von
Angehörigen der mittleren und oberen Schichten vergleicht?
Das gibt es meines Wissens schon lange. Man weiss, dass die Arten von
Kriminalität auch von Ausbildung und Beruf abhängen.
Und der Grossteil der Vermögensschäden kommt mangels ausreichender
Gelegenheiten und Manipulationsmöglichkeiten nicht von der "Unterschicht".
Michael Jacobi
2010-09-17 14:24:50 UTC
Permalink
Walter Schmid schrub:

[...]
Post by Walter Schmid
http://www.blick.ch/news/schweiz/angolaner-sind-die-top-kriminellen-in-der-
schweiz-156352


Ich fass es nicht, stöhnt die Ingrid, nachdem sie die von Dir verlinkte
gossenjournalistische Entwindung ein zweites Mal durchgelesen hat - hättest Du
vielleicht auch mal tun sollen.

Dort heißt es nämlich: "Männer aus diesen Ländern kassieren in der Schweiz
sechsmal mehr Strafanzeigen als Schweizer Männer" und "Gegen Männer aus Sri
Lanka werden 4,7-mal so viele Strafanzeigen eingereicht wie gegen Schweizer.
Sie sind damit auch klar krimineller als Ex-Jugoslawen". Aha.

Ich weiß ja nicht, wie's bei Euch in der Schweiz ist ... in Deutschland
jedenfalls gilt bis zu einer gerichtlichen Verurteilung die
Unschuldsvermutung, und keinesfalls darf man einen lediglich Beschuldigten als
"kriminell" bezeichnen.

Nun mag ich nicht beurteilen, ob die genannten Prozentzahlen sich nach
Abschluss der entsprechenden Verfahren (sofern es überhaupt dazu kommt) noch
merklich in die eine oder andere Richtung verschieben würden - darum geht es
aber auch überhaupt nicht.

Mir genügt die Gleichsetzung von Beschuldigten und Kriminellen völlig, um zu
erkennen, wes Geistes Kind die Schmieranten sind, die sich derartige Artikel
entsteißen.

Im Übrigen muss ich offen bekennen: Ich stehe fassungslos vor der Frage, was
um alles in der Welt in ansonsten so vernünftige Menschen wie Jakob und Dich
gefahren sein mag, dass Ihr Euch bemüßigt fühlt, ausgerechnet diesen Trottel
von Sarrazin zu verteidigen.

Wenn Ihr ein zwar dröge geschriebenes, aber fundiertes, sachliches und faires
Buch zu dieser Problematik lesen wollt, dann nehmt einmal Inge Kloepfers
"Aufstand der Unterschicht" zur Hand. Leider hat dessen unnötig reißerischer
Titel dem Buch nicht annähernd zu der Popularität verholfen, die der
Brandstifter aus Berlin derzeit für sich verzeichnen kann.


entgeisterte Grüße

Michael
Volker Gringmuth
2010-09-17 05:21:39 UTC
Permalink
Post by Walter Schmid
Fahr ja nie auf Autobahnen, denn die hat ein sehr böser Mensch
erfunden.
Wer die erfunden hat, ist nicht ganz klar, aber ein bestimmter sehr
böser Mensch ist es mit Sicherheit nicht gewesen. Der hat sie lediglich
gut gefunden.

Das hat er aber auch mit Schäferhunden getan, ohne daß ich darin einen
Grund sähe, diese abzulehnen. Ich verzichte ja auch nicht zwecks
weiterer Distanzierung auf seine Angewohnheiten des Zähneputzens und
der Sauerstoffatmung.


vG
--
"Fraktionszwang - eine echt deutsche Erfindung: Einer steht vorne und
sagt den anderen, wann sie den Arm heben müssen. Das ist Deutschland,
da haben wir doch gute Erfahrungen mit gemacht, meine Damen und
Herren!" (Volker Pispers, "Bis neulich")
Hans Altmeyer
2010-09-17 15:29:17 UTC
Permalink
Post by Volker Gringmuth
Post by Walter Schmid
Fahr ja nie auf Autobahnen, denn die hat ein sehr böser Mensch
erfunden.
Wer die erfunden hat, ist nicht ganz klar, aber ein bestimmter sehr
böser Mensch ist es mit Sicherheit nicht gewesen.
Müßte sich herausfinden lassen, wenn es tatsächlich jemanden ernsthaft
interessiert. Konrad Adenauer hat jedenfalls die erste als solche
bezeichnete und frei benutzbare Autobahn 1932 eröffnet. Da hatte der
Schicklgruber beim Straßenbau noch nichts zu melden.

Die Große Hausaufgabenhilfe nennt im einschlägigen Beitrag auch noch die
1921 eröffnete Berliner Avus, da lungerte der GröFAZ noch in
Kneipen-Hinterzimmern herum.

Gruß, Hans
Lothar Frings
2010-10-03 16:48:16 UTC
Permalink
Wenn
man Sarrazinmal so vor sich hin stammeln gehört hat, dann mag man nicht
glauben, dass dieser Mann in der Lage ist ein Buch zu schreiben.
Mal ganz davon abgesehen, dass die meisten Leser bei dem
stinklangweiligen Geschwafel nicht über Seite 10 kommen werden.
Ok, wie weit bist du denn gekommen?
G. Bierce
2010-09-16 06:35:04 UTC
Permalink
(Waschbär Willy) wrote
www.amazon.de/Deutschland-schafft-sich-unser-setzen/dp/3421044309/
Post by Waschbär Willy
Aber wetten, dass sich durch das Buch nichts ändert und die unfähige
Regierung die Karre noch tiefer in den Morast fährt? Der Deutsche lässt
er schlägt alles kurz und klein.
Dazu passt ein Derber Witz -->
-
Ich sitze mal wieder in einem dieser wunderbaren öffentlichen
Verkehrsmittel, genannt Bus. Hinten im Bus sitzen so richtige
Obergangster (Türken). Na ja, jedenfalls die schreien da rum
und plötzliche fangen sie an kundzugeben wie toll sie sind.

Nummer 1: "Ey alder, jetzt sind wir schon über 4 Millionen
Türken in Deutschland." Nummer 2: "Ja, ne richtige Front."
Nummer 3: "Es dauert nicht mehr lange, dann übernehmen
wir Deutschland!" Nummer 1: "Dann fahren wir mit nem
fetten BMW durch die Straßen und sind die Chefs."
Nummer 2: "Und dann können wir ein Land nach dem
Anderen so übernehmen" Nummer 1: "Alle werden
machen, was wir, die Obertürken, sagen..."

Alle am Lachen....

Eine Reihe vor Ihnen sitzt eine alte Frau. Sie dreht sich
um und sagt in einer netten, ruhigen Stimme ganz sachlich:

"Wir hatten auch mal 4 Millionen Juden in Deutschland..."
-

Wolfgang
Andreas Gumtow
2010-09-16 08:02:02 UTC
Permalink
Post by Waschbär Willy
www.amazon.de/Deutschland-schafft-sich-unser-setzen/dp/3421044309/
Post by Waschbär Willy
Aber wetten, dass sich durch das Buch nichts ändert und die unfähige
Regierung die Karre noch tiefer in den Morast fährt? Der Deutsche lässt
er schlägt alles kurz und klein.
Dazu passt ein Derber Witz -->
-
Ich sitze mal wieder in einem dieser wunderbaren öffentlichen
Verkehrsmittel, genannt Bus. Hinten im Bus sitzen so richtige
Obergangster (Türken). Na ja, jedenfalls die schreien da rum
und plötzliche fangen sie an kundzugeben wie toll sie sind.
Nummer 1: "Ey alder, jetzt sind wir schon über 4 Millionen
Türken in Deutschland." Nummer 2: "Ja, ne richtige Front."
Nummer 3: "Es dauert nicht mehr lange, dann übernehmen
wir Deutschland!" Nummer 1: "Dann fahren wir mit nem
fetten BMW durch die Straßen und sind die Chefs."
Nummer 2: "Und dann können wir ein Land nach dem
Anderen so übernehmen" Nummer 1: "Alle werden
machen, was wir, die Obertürken, sagen..."
Alle am Lachen....
Eine Reihe vor Ihnen sitzt eine alte Frau. Sie dreht sich
"Wir hatten auch mal 4 Millionen Juden in Deutschland..."
-
Wolfgang
Der Kieckbusch heute mal als "G. Bierce"
<***@teaching.geography>
Michael Jacobi
2010-09-16 09:52:48 UTC
Permalink
Post by Waschbär Willy
www.amazon.de/Deutschland-schafft-sich-unser-setzen/dp/3421044309/
Post by Waschbär Willy
Aber wetten, dass sich durch das Buch nichts ändert und die unfähige
Regierung die Karre noch tiefer in den Morast fährt? Der Deutsche lässt
er schlägt alles kurz und klein.
Dazu passt ein Derber Witz --> [...]
Nein, absolut nicht.


Michael
Ralph Angenendt
2010-09-16 10:03:00 UTC
Permalink
Post by G. Bierce
Dazu passt ein Derber Witz -->
Könnt ihr Penner nicht mal die Türe zu euren Augiasställen zulassen?

Ralph
--
You'll have to wait til yesterday is here

Nicht schreiben können: http://lestighaniker.de/
Uwe Ross
2010-09-16 08:52:43 UTC
Permalink
Am 15.09.2010 22:44, schrieb Waschbär Willy:
[...]
Post by Waschbär Willy
Auch die 8. Auflage vom 30.August ist bei Amazon und im Buchhandel
ausverkauft, der Verlag druckt schon die 9. Auflage. Lieferbar ab 18.
September. Bis dahin gibt es lange Wartelisten in den Buchhandlungen.
Der Verlag macht mit dem Buch von dürren 464 Seiten und einem exorbitant
hohen Verkaufspreis von 22,99 Euro ein profitables Geschäft, wenn man
bedenkt, dass es nur ein billig zusammengeleimtes Pappdeckeltaschenbuch
ist; von wegen "gebunden".
Exorbitant sind auch die Preise für die 1. (nicht signierte) Auflage,
die gerne mal über 100,- Euro klettern [1].

[1] http://tinyurl.com/35mf6qh


--
http://www.buchkammer.de
Die Webseite für antiquarische, vergriffene und seltene Literatur.
bastian
2010-09-16 09:23:28 UTC
Permalink
Post by Uwe Ross
[...]
Post by Waschbär Willy
Auch die 8. Auflage vom 30.August ist bei Amazon und im Buchhandel
ausverkauft, der Verlag druckt schon die 9. Auflage. Lieferbar ab 18.
September. Bis dahin gibt es lange Wartelisten in den Buchhandlungen.
Der Verlag macht mit dem Buch von dürren 464 Seiten und einem exorbitant
hohen Verkaufspreis von 22,99 Euro ein profitables Geschäft, wenn man
bedenkt, dass es nur ein billig zusammengeleimtes Pappdeckeltaschenbuch
ist; von wegen "gebunden".
Exorbitant sind auch die Preise für die 1. (nicht signierte) Auflage,
die gerne mal über 100,- Euro klettern [1].
.

Trotzdem wird der Sarrazin mit dem Buch auch nicht ansatzweise
den Einkommensverlust der nächsten 3 Jahre decken können.
Die Pension gleicht das nicht aus.
Gerry Milligan
2010-10-31 19:44:55 UTC
Permalink
Trotzdem wird der Sarrazin mit dem Buch auch nicht ansatzweise den
Einkommensverlust der nächsten 3 Jahre decken können. Die Pension
gleicht das nicht aus.
Der kann doch jederzeit was dazuverdienen ...
Wolfram Heinrich
2010-10-31 21:29:10 UTC
Permalink
Post by Gerry Milligan
Trotzdem wird der Sarrazin mit dem Buch auch nicht ansatzweise den
Einkommensverlust der nächsten 3 Jahre decken können. Die Pension
gleicht das nicht aus.
Der kann doch jederzeit was dazuverdienen ...
Er kommt auch so über die Runden.

Ciao
Wolfram
--
Sein Gewissen war rein. Er benutzte es nie.
STANISLAW JERZY LEC
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<http://www.freitag.de/community/blogs/wolfram-heinrich>
Arno Geier
2010-09-16 09:43:32 UTC
Permalink
Post by Uwe Ross
Post by Waschbär Willy
Auch die 8. Auflage vom 30.August ist bei Amazon und im Buchhandel
ausverkauft, der Verlag druckt schon die 9. Auflage. Lieferbar ab 18.
September. Bis dahin gibt es lange Wartelisten in den Buchhandlungen.
Der Verlag macht mit dem Buch von dürren 464 Seiten und einem exorbitant
hohen Verkaufspreis von 22,99 Euro ein profitables Geschäft, wenn man
bedenkt, dass es nur ein billig zusammengeleimtes Pappdeckeltaschenbuch
ist; von wegen "gebunden".
Exorbitant sind auch die Preise für die 1. (nicht signierte) Auflage,
die gerne mal über 100,- Euro klettern [1].
[1] http://tinyurl.com/35mf6qh
Ist es eigentlich rechtens (Buchpreisbindung) ein eingeschweißtes
Neubuch mit einem fixen Verkaufspreis von 22,99 bei eBay für 136,00
loszuschlagen?

Wer zahlt solche Wahnsinnspreise für ein Buch, das keinen bleibenden
Wert hat, sondern in wenigen Monaten hunderttausendfach die
Papierkontainer verstopfen wird, wie so viele andere "heilsbringende"
Werke von Al Gore, Stephen Hawking oder Joschka Fischer?

"Erstausgabe" (1. Auflage) kann auch kein Grund sein. Diese Bücher sind
alle maschinell und in riesiger Auflage gefertigt. Politschmöker dieser
Art haben keinen Sammlerwert.

Hat hier vielleicht der Sekretär von Frau Merkel geordert?

Arno
Werner Tann
2010-09-16 10:12:03 UTC
Permalink
Post by Arno Geier
Ist es eigentlich rechtens (Buchpreisbindung) ein eingeschweißtes
Neubuch mit einem fixen Verkaufspreis von 22,99 bei eBay für 136,00
loszuschlagen?
Die Buchpreisbindung gilt nicht für Privatverkäufer. Wenn freilich ein
Privater auf die Idee kommt, 1000 Exemplare im Buchhandel anzukaufen
und sie bei Ebay ums Doppelte zu verhökern, verliert er den Status des
Privaten - und er hat die Finanz, die Konkurrenz und die Abmahner am
Hals.
Post by Arno Geier
Wer zahlt solche Wahnsinnspreise für ein Buch, das keinen bleibenden
Wert hat,
Jedenfalls einer, der den Esel für ein Huftier hält. :->
Zur Wertanlage taugen Massenauflagen ohnehin nicht. Außer es kommt
eine Zeit, in der alle Sarrazin-Bücher öffentlich verbrannt werden und
nur ein paar Hundert, vergraben im Walde, überleben.
peter van haag
2010-09-16 10:00:02 UTC
Permalink
Post by Waschbär Willy
Buch: "Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel
setzen" Autor: Thilo Sarrazin
www.amazon.de/Deutschland-schafft-sich-unser-setzen/dp/3421044309/
Auch die 8. Auflage vom 30.August ist bei Amazon und im Buchhandel
ausverkauft, der Verlag druckt schon die 9. Auflage. Lieferbar ab 18.
September. Bis dahin gibt es lange Wartelisten in den Buchhandlungen.
Quatsch. der 'Sarrazin' ist bei Amazon innerhalb von 48 Stunden zu haben.
Post by Waschbär Willy
Der Verlag macht mit dem Buch von dürren 464 Seiten und einem exorbitant
hohen Verkaufspreis von 22,99 Euro ein profitables Geschäft, wenn man
bedenkt, dass es nur ein billig zusammengeleimtes Pappdeckeltaschenbuch
ist; von wegen "gebunden".
Quatsch. Nicht in der Hand gehabt, aber große Klappe. Der 'Sarrazin' ist
ein gebundenes Buch mit festem Deckel und Schutzumschlag.
Post by Waschbär Willy
Der Sinn will sich mir nicht erschließen, dieses Buch überhaupt zu
lesen.
...Ist ja auch für Erwachsene bestimmt. <g>

PvH
klaus schreiner
2010-09-16 20:12:12 UTC
Permalink
Post by Waschbär Willy
Buch: "Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel
setzen" Autor: Thilo Sarrazin
www.amazon.de/Deutschland-schafft-sich-unser-setzen/dp/3421044309/
Auch die 8. Auflage vom 30.August ist bei Amazon und im Buchhandel
ausverkauft, der Verlag druckt schon die 9. Auflage. Lieferbar ab 18.
September. Bis dahin gibt es lange Wartelisten in den Buchhandlungen.
Der Verlag macht mit dem Buch von dürren 464 Seiten und einem exorbitant
hohen Verkaufspreis von 22,99 Euro ein profitables Geschäft, wenn man
bedenkt, dass es nur ein billig zusammengeleimtes Pappdeckeltaschenbuch
ist; von wegen "gebunden".
Der Sinn will sich mir nicht erschließen, dieses Buch überhaupt zu
lesen. Die Fakten liegen jedem nicht political-correct verblendeten
Menschen klar vor Augen. Handeln ist angesagt!
Aber wetten, dass sich durch das Buch nichts ändert und die unfähige
Regierung die Karre noch tiefer in den Morast fährt? Der Deutsche lässt
er schlägt alles kurz und klein.
Willy
wichtig ist, dass wir solche mutigen und tapferen kämpfer wie dich haben,
waschbär.
du stehst zu dem was du sagst sogar mit deinem namen.
welch ein held du bist.
Herbert Huber
2010-09-16 20:17:00 UTC
Permalink
Post by Waschbär Willy
Bis dahin gibt es lange Wartelisten in den Buchhandlungen.
In unseren Buchhandlungen kriegst du das Machwerk jederzeit.
Post by Waschbär Willy
Der Verlag macht mit dem Buch von dürren 464 Seiten und einem exorbitant
hohen Verkaufspreis von 22,99 Euro ein profitables Geschäft, wenn man
bedenkt, dass es nur ein billig zusammengeleimtes Pappdeckeltaschenbuch
ist; von wegen "gebunden".
Das ist sein gutes Recht.
Post by Waschbär Willy
Der Sinn will sich mir nicht erschließen, dieses Buch überhaupt zu
lesen.
Richtig. Vieles davon ist falsch dargestellt bis schlimmer.
Post by Waschbär Willy
Die Fakten liegen jedem nicht political-correct verblendeten
Menschen klar vor Augen. Handeln ist angesagt!
Richtig. Jeder vernünftige Mensch weiß, dass Sarrazins These, die
Baden-Würrtemberger sind intelligent als die Brandenburger Mist ist.
Am Handeln fehlt's seit der "Ära" Kohl.
Post by Waschbär Willy
Aber wetten, dass sich durch das Buch nichts ändert und die unfähige
Regierung die Karre noch tiefer in den Morast fährt?
Da gehe ich keine Wette mit. Du hast recht:
Ausländer und Arme werden weiter benachteiligt, besonders im
Bildungswesen.
Flüchtlinge werden weiter in Lager gepfercht und zurück in Armut,
Verfolgung bis Folter zurückgeschoben.
Ich glaube aber nicht, dass Sarrazin daran was ändern wollte.
--
servus, tschau, bye
Herbert
http://www.gavagai.de
Bernd Schulz
2010-09-16 21:53:46 UTC
Permalink
Post by Herbert Huber
Ausländer und Arme werden weiter benachteiligt, besonders im
Bildungswesen.
Flüchtlinge werden weiter in Lager gepfercht und zurück in Armut,
Verfolgung bis Folter zurückgeschoben.
Ich glaube aber nicht, dass Sarrazin daran was ändern wollte.
Natürlich nicht:

<http://www.faz.net/s/Rub9B4326FE2669456BAC0CF17E0C7E9105/Doc~E8B72168BAC8D4D27974186301FAB7F90~ATpl~Ecommon~Scontent.html>
Hans Altmeyer
2010-09-17 15:16:45 UTC
Permalink
Post by Waschbär Willy
Auch die 8. Auflage vom 30.August ist bei Amazon und im Buchhandel
ausverkauft, der Verlag druckt schon die 9. Auflage. Lieferbar ab 18.
September. Bis dahin gibt es lange Wartelisten in den Buchhandlungen.
So ein Quark. Ich bin heute noch an der örtlichen Buchhandlung
vorbeigekommen, und die hatten etwa drei Dutzend Exemplare davon im
Schaufenster liegen.

Gruß, Hans


xpost ignoriert - ich poste nicht in Trollwiesen hinein.
Flori
2010-09-17 16:07:55 UTC
Permalink
Post by Hans Altmeyer
Post by Waschbär Willy
Auch die 8. Auflage vom 30.August ist bei Amazon und im Buchhandel
ausverkauft, der Verlag druckt schon die 9. Auflage. Lieferbar ab 18.
September. Bis dahin gibt es lange Wartelisten in den Buchhandlungen.
So ein Quark. Ich bin heute noch an der örtlichen Buchhandlung
vorbeigekommen, und die hatten etwa drei Dutzend Exemplare davon im
Schaufenster liegen.
An Lieferengpässe glaub ich auch nicht, aber 36 Expl. von einem Buch
im Schaufenster? Ich weeß nich so recht...

Gibt denn der Verlag irgendwo die Zahl der bislang ausgelieferten oder
auch der verkauften Expl. bekannt?

FR
Flori
2010-09-17 16:24:36 UTC
Permalink
Post by Flori
Gibt denn der Verlag irgendwo die Zahl der bislang ausgelieferten oder
auch der verkauften Expl. bekannt?
Nachtrag

Das Börsenblatt weiß es natürlich: Nach Verlagsangaben (DVA) wurden
bislang 400.000 Exemplare gedruckt, 350.000 in den Handel einverkauft.
Ausgeliefert wird dzt. die achte Auflage, also 50.000 Expl. pro
Auflage.

Verlegerisch ein großer Erfolg.

Verf. wird mit ca. 10 % beteiligt sein, da kommt für ihn auch schon
eine ganze Menge Heu zusammen - FR
Volker Gringmuth
2010-09-17 17:59:05 UTC
Permalink
Post by Flori
Verlegerisch ein großer Erfolg.
Und nach /der/ kostenlosen Werbung nicht wirklich ein Wunder. Auf
Bohlens wiederholt überarbeitete Wahrheit haben sich die Massen ja auch
erst gestürzt, als die ersten Skandale bekannt wurden.


vG
--
"Um die Arbeitsplätze zu sichern, müssen Sie mindestens jeden Monat ein
neues Handy kaufen. Und kommen Sie nicht mit der alten Nummer, Sie
hätten nur zwei Ohren, das ist doch kein Argument! Sie haben doch auch
20 Paar Schuhe und nur zwei Füße!" (Volker Pispers, "Bis neulich")
Werner Tann
2010-09-18 08:15:44 UTC
Permalink
Post by Volker Gringmuth
Und nach /der/ kostenlosen Werbung nicht wirklich ein Wunder. Auf
Bohlens wiederholt überarbeitete Wahrheit haben sich die Massen ja auch
erst gestürzt, als die ersten Skandale bekannt wurden.
Du bringst Message und Medien durcheinander. Das eigentliche Skandalon
ist, daß ein Bundesbankvorstand sich öffentlich so "unkorrekt" äußert.
Sehr viel Propaganda mußten die Medien dann gar nicht mehr machen.
Natürlich haben sie sich auf diesen Stoff wie die Geier gestürzt, aber
aufbauschen und künstlich pushen brauchten sie da nicht wirklich viel.
Sie brauchten dem Sarrazin nur das Mikrofon vor die Nase zu halten.
Volker Gringmuth
2010-09-18 08:36:08 UTC
Permalink
Post by Werner Tann
Post by Volker Gringmuth
Und nach /der/ kostenlosen Werbung nicht wirklich ein Wunder. Auf
Bohlens wiederholt überarbeitete Wahrheit haben sich die Massen ja
auch erst gestürzt, als die ersten Skandale bekannt wurden.
Du bringst Message und Medien durcheinander. Das eigentliche Skandalon
ist, daß ein Bundesbankvorstand sich öffentlich so "unkorrekt" äußert.
Natürlich, aber einem wie großen Prozentsatz der Deutschen wäre das
aufgefallen, wenn es nicht durch alle Gassen getrieben worden wäre?
Post by Werner Tann
Sehr viel Propaganda mußten die Medien dann gar nicht mehr machen.
Für den Skandal an sich nicht, aber für den Verkauf schon.


vG
--
"Wenn alle Chinesen, alle Inder so viele Autos wie wir haben, dann
können wir alle nochmal den Zündschlüssel umdrehen, 15 Minuten
rumfahren, und dann ist das Öl weg. Für immer. Und die Atmosphäre
natürlich auch." (Volker Pispers, "Bis neulich")
Werner Tann
2010-09-18 09:00:47 UTC
Permalink
Post by Volker Gringmuth
Post by Werner Tann
Du bringst Message und Medien durcheinander. Das eigentliche Skandalon
ist, daß ein Bundesbankvorstand sich öffentlich so "unkorrekt" äußert.
Natürlich, aber einem wie großen Prozentsatz der Deutschen wäre das
aufgefallen, wenn es nicht durch alle Gassen getrieben worden wäre?
Man kann epistemologisch die Welt des Faktischen von der Welt der
Medien nicht trennen. Wievielen Deutschen würde ein neues Buch von
Grass "auffallen" - ohne Medien?
Post by Volker Gringmuth
Post by Werner Tann
Sehr viel Propaganda mußten die Medien dann gar nicht mehr machen.
Für den Skandal an sich nicht, aber für den Verkauf schon.
Wie gesagt, wenn der Job der Massenmedien es ist, außergewöhnliche
Ereignisse mit Neuigkeitswert massenmedial tauglich und je nach ihrer
journalistischen und politischen Ausrichtung aufzubereiten, wäre es
umgekehrt sogar sträflich, von der Bucherscheinung etwa gar nicht zu
berichten oder auf Auszüge zu verzichten etc. Wie plakativ und
sensationsheischend dies einzelne Medien machen, liegt am jeweiligen
Medium. Grundsätzlich sehe ich aber keinen Unterschied darin, ob die
seriöse Wochenzeitung Sarrazins genetischen Ansatz mit einem Biologen
diskutiert - paßgenau fürs intellektuelle Publikum - oder ob die
Boulevardzeitung titelt, daß Sarrazin behauptet, Migranten seien
dümmer - paßgenau fürs Pflichtschulpublikum. Beide Leserschichten
werden auf Sarrazin aufmerksam. Und das sollen sie durchaus werden.

Man kann und sollte nicht den Boten für die Botschaft hängen und auch
nicht erwarten, daß ab morgen die wenig gebildeten Schichten vom
Schmierenblatt zum seriösen Wochenblatt wechseln.
Beryll Snyder
2010-10-31 19:41:28 UTC
Permalink
Man kann epistemologisch die Welt des Faktischen von der Welt der Medien
nicht trennen. Wievielen Deutschen würde ein neues Buch von Grass
"auffallen" - ohne Medien?
Früher war das allerdings ganz anders - da hat man alerdings auch die
Welt des Faktischen der Welt der Werte entgegengehalten -das war dann
tatsächlich Epistemologie.
Was du meinst ist vermutlich, dass die meisten Tatsachen durch Medien
vermittelt werden.
Herbert Huber
2010-09-18 19:15:43 UTC
Permalink
Post by Werner Tann
Du bringst Message und Medien durcheinander. Das eigentliche Skandalon
ist, daß ein Bundesbankvorstand sich öffentlich so "unkorrekt" äußert.
Dazu kommen IMO noch:
1) wie konnte so eine Pflaume, die die Grundlagen von Statistik nicht
beherrscht, so weit aufrücken? Oder stellte er sich nur so dumm um
bessere Verkaufszahlen zu haben?
2) für den Mist, den er baute, bekommt er jetzt noch 1000 Euro pro Monat
mehr Pension. Da kann jeder rechtschaffene Arbeiter nur noch den Dolch
zücken ... halt nein, das steh im Widerspruch; rechtschaffen / Dolch.
--
servus, tschau, bye
Herbert
http://www.gavagai.de
Wolfram Heinrich
2010-09-19 02:27:55 UTC
Permalink
Post by Herbert Huber
2) für den Mist, den er baute, bekommt er jetzt noch 1000 Euro pro Monat
mehr Pension.
Versündige dich nicht an dem armen Rentner. Es sind 10.000 EUR pro Monat
(mehr).

Ciao
Wolfram
--
Wenn er philosophiert, so wirft er gewöhnlich ein angenehmes Mondlicht über
die Gegenstände, das im Ganzen gefällt, aber nicht einen einzigen
Gegenstand deutlich zeigt.
QUELLE UNBEKANNT
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<http://www.freitag.de/community/blogs/wolfram-heinrich>
Herbert Huber
2010-09-19 16:41:22 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Post by Herbert Huber
2) für den Mist, den er baute, bekommt er jetzt noch 1000 Euro pro Monat
mehr Pension.
Versündige dich nicht an dem armen Rentner. Es sind 10.000 EUR pro Monat
(mehr).
Quelle?
Nach allen meinen Quellen sind es 1000 Euro pro Monat mehr (plus).
"Thilo Sarrazin hat für sein Ausscheiden aus dem Vorstand der Deutschen
Bundesbank eine Pension in Höhe von 10.000 Euro pro Monat ausgehandelt.
10000 Euro im Monat mehr, als bei einem frühzeitigen Ausscheiden üblich
wären."
http://www.online-presseportal.de/politik/sarrazin-pension-wulff-als-dikt
ator-der-bundesbank-727
Das ist unverschämt genug. Da muss man nicht sarrazinen (= einfache
Aussagen mit Zahlen falsch auffassen).
--
servus, tschau, bye
Herbert
http://www.gavagai.de
Herbert Huber
2010-09-19 16:45:59 UTC
Permalink
Post by Herbert Huber
Post by Wolfram Heinrich
Post by Herbert Huber
2) für den Mist, den er baute, bekommt er jetzt noch 1000 Euro pro Monat
mehr Pension.
Versündige dich nicht an dem armen Rentner. Es sind 10.000 EUR pro Monat
(mehr).
Quelle?
Nach allen meinen Quellen sind es 1000 Euro pro Monat mehr (plus).
"Thilo Sarrazin hat für sein Ausscheiden aus dem Vorstand der Deutschen
Bundesbank eine Pension in Höhe von 10.000 Euro pro Monat ausgehandelt.
10000 Euro im Monat mehr, als bei einem frühzeitigen Ausscheiden üblich
wären."
http://www.online-presseportal.de/politik/sarrazin-pension-wulff-als-dikt
ator-der-bundesbank-727
Das ist unverschämt genug. Da muss man nicht sarrazinen (= einfache
Aussagen mit Zahlen falsch auffassen).
Sorry, jetzt habe ich aus den 1234 Quellen genau die gewählt, die den
Krampf mit 10.000 Euro mehr (offensichtlich ein Schreibfehler) weiter
transportiert.
Deshalb eine andere Quelle:
"Er kassiert nun 1000 Euro mehr im Monat", zitiert der "Spiegel" einen
mit den Verhandlungen vertrauten Bundesbanker.
http://www.tagesschau.de/inland/sarrazinpension100.html
--
servus, tschau, bye
Herbert
http://www.gavagai.de
Rüdiger Silberer
2010-09-18 12:48:10 UTC
Permalink
Post by Flori
Post by Flori
Gibt denn der Verlag irgendwo die Zahl der bislang ausgelieferten oder
auch der verkauften Expl. bekannt?
Nachtrag
Das Börsenblatt weiß es natürlich: Nach Verlagsangaben (DVA) wurden
bislang 400.000 Exemplare gedruckt, 350.000 in den Handel einverkauft.
Ausgeliefert wird dzt. die achte Auflage, also 50.000 Expl. pro
Auflage.
Verlegerisch ein großer Erfolg.
Verf. wird mit ca. 10 % beteiligt sein, da kommt für ihn auch schon
eine ganze Menge Heu zusammen - FR
22,95 * 400.000 = 9.180.000 Euronen, davon 10% für den Autor sind
918.000 Euronen ./. Steuern = 532.440
Da man ja von 1.50 am Tag leben kann, reicht das für 354.960 Tage oder
972 Jahre. Nicht übel.
--
"Klimamodelle arbeiten mit gekoppelten, nichtlinearen, chaotischen
Systemen. Dadurch ist eine langfristige Voraussage des Systems Klima
nicht möglich."
(IPCC-Bericht, S. 774)
Herbert Huber
2010-09-19 19:03:20 UTC
Permalink
Ich habe mir gerade
01.09.2010, Rechthaber oder Rechtsausleger - Deutschland streitet ÃŒber
Sarrazin "Hart aber fair" aus dem video/audio-Angebot des WDR angehört.
Darin hat Sarrazin sein Buch oder zumindest das Schlusskapitel mit der
jahrezehnteweiten Hochrechung als Satire eingestuft! Das wusste ich
nicht (hab es auch nicht gelesen, dafÃŒr ist mir meine Zeit zu schade).
Ich denke, viele Leser und Nicht-Leser wissen das auch nicht und sollten
sich das podcast-Angebot herunterladen und ansehen/-hören.
Satire muss man nicht ernst nehmen, sondern sie regt zum Lachen an.
--
servus, tschau, bye
Herbert
http://www.gavagai.de
Werner Tann
2010-09-20 08:52:49 UTC
Permalink
Post by Herbert Huber
Ich denke, viele Leser und Nicht-Leser wissen das auch nicht und sollten
sich das podcast-Angebot herunterladen und ansehen/-hören.
Satire muss man nicht ernst nehmen, sondern sie regt zum Lachen an.
Über die Satire soll man lachen, über das, was sie thematisiert,
nachdenken. Wer die Satire für eine gehobene Form des Schwankes hält,
hat von ihr nichts begriffen.

Im Schlußkapitel "Ein Alptraum ..." entwirft Sarrazin eine negative
Utopie des künftigen Deutschlands, und zwar nicht
sachlich-futurologisch, sondern ganz anschaulich-konkret. Wenn man
nicht annehmen will, daß Sarrazin ein neuer Nostradamus ist, *muß* man
dieses Kapitel als Satire lesen. Etwa heißt es da:

"Seit Herbst 2019 führte Angela Merkel eine schwarz-grüne
Bundesregierung. Das Kapitel zu Migration und Integration in der
Koalitionsvereinbarung war besonders lang. Es wurde bekräftigt, dass
die Bundesrepublik ein Einwanderungsland sei; der wachsende Einfluss
fremder Kulturen sei für das Land eine Bereicherung. Allen Migranten
wurde das kommunale Wahlrecht mit der Aufenthaltsgenehmigung
zugesprochen. Die Koalitionsvereinbarung kündigte eine
Gesetzesinitiative an, mit der die Unterstützung von Xenophobie und
Islamophobie unter Strafe gestellt werden sollte. Jürgen Trittin hatte
im Wahlkampf für Wirbel gesorgt mit seiner Aussage: '50 Prozent Araber
sind mir lieber als fünf Prozent Rechtsradikale.' Familiennachzug
sollte erleichtert werden.
[...]
Große Fortschritte gab es bei der Integration im Bildungsbereich. Im
Jahr 2030 hatte man auf der Kultusministerkonferenz beschlossen, die
PISA-Ergebnisse nicht mehr nach dem Migrationshintergrund auszuwerten
und zu veröffentlichen. Dies wurde allgemein sehr begrüßt. [...] Der
Verband fortschrittlicher Lehrer hatte wiederholt die öffentliche
Diskussion über die Leistungsunterschiede beklagt; dies sei eine
'objektive Diskriminierung' der Migranten. Das so geschaffene negative
Selbstbild hemme das Vertrauen der Eingewanderten in die eigene Kraft,
damit werde Minderleistung zur selbsterfüllenden Prophezeiung. Man
müsse endlich aufhören, über Leistungsunterschiede zu reden, dann
verschwänden diese ganz von selbst. Die öffentliche Diskussion über
Leistungsunterschiede, egal ob real vorhanden oder nicht, leiste einer
rassistischen Gesinnung Vorschub und sei darum zu unterbinden. Die
Kultusministerkonferenz schloss sich dieser moralisch und pädagogisch
zwingenden Argumentation an."

Sarrazin behauptet also nicht, seine Positionen seien satirisch
gemeint, vielmehr zeichnet er ein satirisches Bild eines zukünftigen
Deutschlands, das sich, wie er es sieht, erfolgreich "abgeschafft"
hat.
Herbert Huber
2010-09-20 21:30:01 UTC
Permalink
Post by Werner Tann
Sarrazin behauptet also nicht, seine Positionen seien satirisch
gemeint, vielmehr zeichnet er ein satirisches Bild eines zukünftigen
Deutschlands, das sich, wie er es sieht, erfolgreich "abgeschafft"
hat.
Doch. In der von mir zitierten TV-Sendung Plasberg (oder wie der Typ
heißt): "Hart aber fair", behauptete Sarrazin das letzte Kapitel ist
Satire. Gestern war sie noch downloadbar. Hör es dir selbst an!
--
servus, tschau, bye
Herbert
http://www.gavagai.de
Werner Tann
2010-09-21 08:29:48 UTC
Permalink
Post by Herbert Huber
Post by Werner Tann
Sarrazin behauptet also nicht, seine Positionen seien satirisch
gemeint, vielmehr zeichnet er ein satirisches Bild eines zukünftigen
Deutschlands, das sich, wie er es sieht, erfolgreich "abgeschafft"
hat.
Doch. In der von mir zitierten TV-Sendung Plasberg (oder wie der Typ
heißt): "Hart aber fair", behauptete Sarrazin das letzte Kapitel ist
Satire. Gestern war sie noch downloadbar. Hör es dir selbst an!
Ich werde mir jetzt nicht 75 Minuten ansehen, um das zu hören, was ich
gar nicht bestreite. Nochmal: Wenn er sagte, das Schlußkapitel sei
eine Satire, dann meint er damit offenkundig nicht, seine politischen
Aussagen seien satirisch gemeint, sondern die Form der Darstellung des
*zukünftigen*, von ihm befürchteten Deutschlands sei im Schlußkapitel
satirisch gewesen.

Oder ganz deppensicher "übersetzt": Die Zukunft, die Sarrazin da in
diesem "Alptraum" entwirft, ist satirisch überzeichnet, *so* wird es
bestimmt nicht kommen. Darum Satire. Das heißt aber nicht, daß die
Grundtendenz, die hinter der Satire steckt, von Sarrazin nicht
befürchtet wird und nicht ernst genommen wird.

Ich vermute, daß irgendein Gesprächspartner Sarrazins Alptraum als
Realutopie genommen hat und die Form der Satire gar nicht kapiert hat.
Kein Wunder bei dem Nebeneinander von Statistik-Tabellen und
literarischen Einschlägen. Da sind gewöhnliche Sachbuch-Leser schon
mal überfordert, die Satire nicht mal erkennen, wenn es fast
draufsteht: "Alptraum".
Herbert Huber
2010-09-21 19:38:21 UTC
Permalink
In article <***@mid.individual.net>,
Werner Tann <***@gmx.at> wrote:

Nochmal: Wenn er sagte, das Schlußkapitel sei
Post by Werner Tann
eine Satire, dann meint er damit offenkundig nicht, seine politischen
Aussagen seien satirisch gemeint, sondern die Form der Darstellung des
*zukünftigen*, von ihm befürchteten Deutschlands sei im Schlußkapitel
satirisch gewesen.
Wie er das meinte kann ich nicht beurteilen. Ich hörte nur, was er sagte.
Post by Werner Tann
Oder ganz deppensicher "übersetzt": Die Zukunft, die Sarrazin da in
diesem "Alptraum" entwirft, ist satirisch überzeichnet, *so* wird es
bestimmt nicht kommen. Darum Satire. Das heißt aber nicht, daß die
Grundtendenz, die hinter der Satire steckt, von Sarrazin nicht
befürchtet wird und nicht ernst genommen wird.
Das deckt sich mit meinem Eindruck von dieser statistischen Banause.
Rhetorisch ist er ähnlich schwach. Er brachte in der TV-Sendung kaum
einen Satz ohen Gestottere zusammen.
Post by Werner Tann
Ich vermute, daß irgendein Gesprächspartner Sarrazins Alptraum als
Realutopie genommen hat und die Form der Satire gar nicht kapiert hat.
Das vermute ich auch: viele seiner Leser (mit denen ich bisher sprach)
erkannten die Satire nicht.
Post by Werner Tann
Kein Wunder bei dem Nebeneinander von Statistik-Tabellen und
literarischen Einschlägen. Da sind gewöhnliche Sachbuch-Leser schon
mal überfordert, die Satire nicht mal erkennen, wenn es fast
draufsteht: "Alptraum".
Na ja, Alptraum sagt nicht, dass es Satire ist.
--
servus, tschau, bye
Herbert
http://www.gavagai.de
Michael Jacobi
2010-09-21 08:30:19 UTC
Permalink
Post by Werner Tann
Sarrazin behauptet also nicht, seine Positionen seien satirisch
gemeint, vielmehr zeichnet er ein satirisches Bild eines zukünftigen
Deutschlands, das sich, wie er es sieht, erfolgreich "abgeschafft"
hat.
Danke für die Belehrung.

Allein - sie geht insofern am Kern der Sache vorbei, als sie völlig ignoriert,
welches Gebräu aus abgrundtiefer Dummheit, rassistischen Vorurteilen und
faschistoiden Ressentiments uns hier eingeschenkt werden soll.

Die Bezeichnung 'Satire' ist schlicht um einige Nummern zu groß für diesen
intellektuellen Dünnschiss, sie soll lediglich als ein fadenscheiniges
Deckmäntelchen für Sarrazins Latrinenparolen herhalten, welche da lauten:

(1) In zwanzig werden muslimische Einwanderer die 'einheimische' Bevölkerung -
wer oder was das auch immer sein mag - zu Fremden im eigenen Land
marginalisiert haben.

(2) Muslime sind dümmer als andere Bevölkerungsgruppen und werden es immer
bleiben, Integration ist Illusion.

Nun ist Herr Sarrazin - und dies ist typisch für Menschen seines Schlages -
bloß zu feige, um seine Thesen in solchermaßen ungeschützter Form zu äußern,
also wählt er den Begriff der Satire, weil er glaubt, sich damit ein
Hintertürchen offenhalten zu können.


Merkst Du eigentlich wirklich nicht, welche Menschenverachtung dem Leser aus
Sarrazins Hosenbodenhumor entgegenschlägt? Oder sollten Herr Haider und seine
Spießgesellen Euch Österreicher dafür schon zu gründlich konditioniert haben??



Gruß

Michael
Lothar Frings
2010-09-22 10:18:41 UTC
Permalink
Post by Werner Tann
Im Schlußkapitel "Ein Alptraum ..." entwirft Sarrazin eine negative
Utopie des künftigen Deutschlands, und zwar nicht
sachlich-futurologisch, sondern ganz anschaulich-konkret. Wenn man
nicht annehmen will, daß Sarrazin ein neuer Nostradamus ist, *muß* man
[...]
Post by Werner Tann
"Große Fortschritte gab es bei der Integration im Bildungsbereich. Im
Jahr 2030 hatte man auf der Kultusministerkonferenz beschlossen, die
PISA-Ergebnisse nicht mehr nach dem Migrationshintergrund auszuwerten
und zu veröffentlichen. Dies wurde allgemein sehr begrüßt. [...] Der
Verband fortschrittlicher Lehrer hatte wiederholt die öffentliche
Diskussion über die Leistungsunterschiede beklagt; dies sei eine
'objektive Diskriminierung' der Migranten. Das so geschaffene negative
Selbstbild hemme das Vertrauen der Eingewanderten in die eigene Kraft,
damit werde Minderleistung zur selbsterfüllenden Prophezeiung. Man
müsse endlich aufhören, über Leistungsunterschiede zu reden, dann
verschwänden diese ganz von selbst. Die öffentliche Diskussion über
Leistungsunterschiede, egal ob real vorhanden oder nicht, leiste einer
rassistischen Gesinnung Vorschub und sei darum zu unterbinden. Die
Kultusministerkonferenz schloss sich dieser moralisch und pädagogisch
zwingenden Argumentation an."
Halte ich für äußerst realistisch. Das Zerrüttungsprinzip
bei Ehescheidungen ist mit einer ganz ähnlichen Argumentation
eingeführt worden.
Post by Werner Tann
Sarrazin behauptet also nicht, seine Positionen seien satirisch
gemeint, vielmehr zeichnet er ein satirisches Bild eines zukünftigen
Deutschlands, das sich, wie er es sieht, erfolgreich "abgeschafft"
hat.
Wo siehst du da den Unterschied?
Werner Tann
2010-09-22 13:05:39 UTC
Permalink
Post by Lothar Frings
Halte ich für äußerst realistisch. Das Zerrüttungsprinzip
bei Ehescheidungen ist mit einer ganz ähnlichen Argumentation
eingeführt worden.
Ja, wenn das gutmenschliche Treiben zur Realsatire wird, sinkt die
literarische Satire zur Tagesschau herab. :-) Oder andes: Manchmal
schreibt das Leben die besten Satiren.
Post by Lothar Frings
Post by Werner Tann
Sarrazin behauptet also nicht, seine Positionen seien satirisch
gemeint, vielmehr zeichnet er ein satirisches Bild eines zukünftigen
Deutschlands, das sich, wie er es sieht, erfolgreich "abgeschafft"
hat.
Wo siehst du da den Unterschied?
Der Unterschied liegt in der Form. Das, was Sarrazin das ganze Buch
über sachlich von sich gibt, reformuliert er im abschließenden Kapitel
in der Form einer Satire. Eine Satire ist das schon allein deshalb,
weil niemand wissen kann, ob Merkel 2017 noch im Amt ist und was genau
ein Verein "fortschrittlicher Lehrer" 2030 konkret beschließen wird.

Ein Satire ist kein Märchen, sondern eine Spottschrift, die reale
gesellschaftliche Zustände geißelt und deren Vertreter lächerlich
machen will. Ich habe nachwievor keine Ahnung, was uns Kollege Huber
mit seinem Satirehinweis sagen wollte. Daß Sarrazin irgend etwas von
seinen Positionen beschönigen oder zurücknehmen wollte, indem er am
Ende eine Satire schreibt, das sehe ich jedenfalls nicht. Eine Satire
ist ein polemisches Mittel zur Kritik an ganz realen Zuständen. Daß
Sarrazin Deutschlands Zukunft - für eine Satire - fast zu wenig
übertrieben alpträumt, da gebe ich Dir recht. Hätte er allerdings
dicker aufgetragen, hätten viele das Ganze erst recht nicht kapiert.
Flori
2010-09-19 22:43:39 UTC
Permalink
Post by Rüdiger Silberer
Post by Flori
Verlegerisch ein großer Erfolg.
Verf. wird mit ca. 10 % beteiligt sein, da kommt für ihn auch schon
eine ganze Menge Heu zusammen.
22,95 * 400.000 = 9.180.000 Euronen, davon 10% für den Autor sind
918.000 Euronen ./. Steuern = 532.440
Da man ja von 1.50 am Tag leben kann, reicht das für 354.960 Tage oder
972 Jahre. Nicht übel.
Wenn S. gut verhandelt hat, könnte er sogar 15% rausgeschunden haben.
Für ein Buch, dessen Rechte mir eignen, hat mir für die auf
Verlagskosten zu erfolgende Übersetzung ins Englische ein US-Verlag
jüngst 15% geboten. Einerseits wird die 1. Auflage zwar nur 1.000
Expl. sein, andererseits wird der Verkaufspreis pro Expl. bei etwa 300
US-$ liegen (Ankauf wird im wesentlichen durch Univ.-Bibliotheken
erfolgen).

FR
Martina Diel
2010-10-12 16:09:34 UTC
Permalink
Post by Rüdiger Silberer
Post by Flori
Das Börsenblatt weiß es natürlich: Nach Verlagsangaben (DVA) wurden
bislang 400.000 Exemplare gedruckt, 350.000 in den Handel einverkauft.
Ausgeliefert wird dzt. die achte Auflage, also 50.000 Expl. pro
Auflage.
Verlegerisch ein großer Erfolg.
Verf. wird mit ca. 10 % beteiligt sein, da kommt für ihn auch schon
eine ganze Menge Heu zusammen - FR
22,95 * 400.000 = 9.180.000 Euronen, davon 10% für den Autor sind
918.000 Euronen ./. Steuern = 532.440
Der Autor bekommt die 10% aber nicht vom Ladenpreis sondern von dem
Preis, zu dem der Verlag es an den Handel abgibt. Das dürfte in etwa die
Hälfte sein.
--
Selbstmarketing im Web 2.0
Vortrag beim 5. Frankfurter Freiberufler-Stammtisch
am 14. Oktober 2010, 19 Uhr
https://www.xing.com/events/5-frankfurter-freiberufler-stammtisch-573299
Lothar Frings
2010-10-13 07:54:15 UTC
Permalink
Post by Martina Diel
Der Autor bekommt die 10% aber nicht vom Ladenpreis sondern von dem
Preis, zu dem der Verlag es an den Handel abgibt. Das dürfte in etwa die
Hälfte sein.
Die Verdienstspanne ist 50%? Irre.
Holger Kunadt
2010-10-13 09:41:54 UTC
Permalink
Post by Lothar Frings
Post by Martina Diel
Der Autor bekommt die 10% aber nicht vom Ladenpreis sondern von dem
Preis, zu dem der Verlag es an den Handel abgibt. Das dürfte in etwa die
Hälfte sein.
Die Verdienstspanne ist 50%? Irre.
Das war nicht immer so. Aber je mehr sich Firmen dem Monopolstatus
nähern, umso unverschämtere Forderungen meinen sie stellen zu können.

Qno
--
»Zeitreisen sind kein physikalisches,
sondern ein juristisches Problem.«
Aus dem Kommentar zum »Gesetz über die Zeitschleifen (ZeSchG)«
http://www.urania-dresden.de/terrasse/zeschg.htm
Lothar Frings
2010-10-13 09:57:14 UTC
Permalink
Post by Holger Kunadt
Post by Lothar Frings
Post by Martina Diel
Der Autor bekommt die 10% aber nicht vom Ladenpreis sondern von dem
Preis, zu dem der Verlag es an den Handel abgibt. Das dürfte in etwa die
Hälfte sein.
Die Verdienstspanne ist 50%? Irre.
Das war nicht immer so. Aber je mehr sich Firmen dem Monopolstatus
nähern, umso unverschämtere Forderungen meinen sie stellen zu können.
Können sie ja auch. Also meinte Martina nur die
Fast-Monopolisten wie Amazon, und die kleinen
Buchläden haben geringere Gewinnspannen?
Ralph Angenendt
2010-10-13 10:52:18 UTC
Permalink
Post by Lothar Frings
Können sie ja auch. Also meinte Martina nur die
Fast-Monopolisten wie Amazon, und die kleinen
Buchläden haben geringere Gewinnspannen?
Amazon als Fastmonopolisten zu bezeichnen, finde ich im Bereich Buch
leicht übertrieben. Problematischer ist da Thalia, da die sowohl im Netz
(BOL.de und Buch.de) als auch im klassischen Buchhandel sehr aggressiv
vorgehen.

Ralph
--
You'll have to wait til yesterday is here

Nicht schreiben können: http://lestighaniker.de/
Lothar Frings
2010-10-13 11:25:51 UTC
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Post by Ralph Angenendt
Post by Lothar Frings
Können sie ja auch. Also meinte Martina nur die
Fast-Monopolisten wie Amazon, und die kleinen
Buchläden haben geringere Gewinnspannen?
Amazon als Fastmonopolisten zu bezeichnen, finde ich im Bereich Buch
leicht übertrieben. Problematischer ist da Thalia, da die sowohl im Netz
(BOL.de und Buch.de) als auch im klassischen Buchhandel sehr aggressiv
vorgehen.
Meinetwegen. Die Frage war allerdings nicht auf Amazon vs.
Thalia gerichtet, sondern auf Riese vs. Zwerg, wie man ihr
an sich auch leicht entnehmen kann.
Ralph Angenendt
2010-10-13 13:24:42 UTC
Permalink
Post by Lothar Frings
Post by Ralph Angenendt
Post by Lothar Frings
Können sie ja auch. Also meinte Martina nur die
Fast-Monopolisten wie Amazon, und die kleinen
Buchläden haben geringere Gewinnspannen?
Amazon als Fastmonopolisten zu bezeichnen, finde ich im Bereich Buch
leicht übertrieben. Problematischer ist da Thalia, da die sowohl im Netz
(BOL.de und Buch.de) als auch im klassischen Buchhandel sehr aggressiv
vorgehen.
Meinetwegen. Die Frage war allerdings nicht auf Amazon vs.
Thalia gerichtet, sondern auf Riese vs. Zwerg, wie man ihr
an sich auch leicht entnehmen kann.
Riesen müssen keine (Fast)Monopolisten sein, also war das deiner Frage
nicht zu entnehmen.

Ralph
--
You'll have to wait til yesterday is here

Nicht schreiben können: http://lestighaniker.de/
Lothar Frings
2010-10-13 14:44:12 UTC
Permalink
Post by Ralph Angenendt
Post by Lothar Frings
Post by Ralph Angenendt
Post by Lothar Frings
Können sie ja auch. Also meinte Martina nur die
Fast-Monopolisten wie Amazon, und die kleinen
Buchläden haben geringere Gewinnspannen?
Amazon als Fastmonopolisten zu bezeichnen, finde ich im Bereich Buch
leicht übertrieben. Problematischer ist da Thalia, da die sowohl im Netz
(BOL.de und Buch.de) als auch im klassischen Buchhandel sehr aggressiv
vorgehen.
Meinetwegen. Die Frage war allerdings nicht auf Amazon vs.
Thalia gerichtet, sondern auf Riese vs. Zwerg, wie man ihr
an sich auch leicht entnehmen kann.
Riesen müssen keine (Fast)Monopolisten sein, also war das deiner Frage
nicht zu entnehmen.
Im Kontext des Threads selbstverständlich schon,
aber jetzt hat es ja auch der Letzte mitbekommen.
Thorsten Michels
2010-10-13 14:55:39 UTC
Permalink
Post by Lothar Frings
Post by Holger Kunadt
Post by Lothar Frings
Post by Martina Diel
Der Autor bekommt die 10% aber nicht vom Ladenpreis sondern von dem
Preis, zu dem der Verlag es an den Handel abgibt. Das dürfte in etwa die
Hälfte sein.
Die Verdienstspanne ist 50%? Irre.
Das war nicht immer so. Aber je mehr sich Firmen dem Monopolstatus
nähern, umso unverschämtere Forderungen meinen sie stellen zu können.
Können sie ja auch. Also meinte Martina nur die
Fast-Monopolisten wie Amazon, und die kleinen
Buchläden haben geringere Gewinnspannen?
Ja. AFAIK: Typisch sind Werte zwischen 15 und 35%. Ausserdem darf man
nicht vergessen, dass bei kleinen Buchhandlungen oft noch ein
Grosshaendler dazwischensitzt.

Schoenen Gruss,
Thorsten
--
Thorsten Michels
***@informatik.uni-kl.de
DrNethack on #awg
One's never alone with a rubber duck. (Douglas Adams)
Lothar Frings
2010-10-13 15:53:37 UTC
Permalink
Post by Thorsten Michels
AFAIK: Typisch sind Werte zwischen 15 und 35%. Ausserdem darf man
nicht vergessen, dass bei kleinen Buchhandlungen oft noch ein
Grosshaendler dazwischensitzt.
Dann wird die "kostenlose" Lieferung bei Amazon also
vom Verlag bezahlt. Die Leistung ist natürlich
überzeugend: Sarrazins Buch habe ich vor einer
Woche bestellt, am nächsten Tag war es
versandkostenfrei im Briefkasten.
Walter Schmid
2010-10-13 15:58:09 UTC
Permalink
Post by Lothar Frings
Post by Thorsten Michels
AFAIK: Typisch sind Werte zwischen 15 und 35%. Ausserdem darf man
nicht vergessen, dass bei kleinen Buchhandlungen oft noch ein
Grosshaendler dazwischensitzt.
Dann wird die "kostenlose" Lieferung bei Amazon also
vom Verlag bezahlt. Die Leistung ist natürlich
überzeugend: Sarrazins Buch habe ich vor einer
Woche bestellt, am nächsten Tag war es
versandkostenfrei im Briefkasten.
Bezahlt wird es von Dir! Der Verlag verdient bei Amazon pro Buch
weniger, verkauft aber mehr davon, da Amazon sehr gut im
Bücheraufschwatzen ist.

Gruss

Walter
Lothar Frings
2010-10-13 16:08:05 UTC
Permalink
Post by Walter Schmid
Post by Lothar Frings
Dann wird die "kostenlose" Lieferung bei Amazon also
vom Verlag bezahlt. Die Leistung ist natürlich
überzeugend: Sarrazins Buch habe ich vor einer
Woche bestellt, am nächsten Tag war es
versandkostenfrei im Briefkasten.
Bezahlt wird es von Dir! Der Verlag verdient bei Amazon pro Buch
weniger, verkauft aber mehr davon, da Amazon sehr gut im
Bücheraufschwatzen ist.
Bei mir bisher noch nicht. Wie ist denn ermittelt
worden, daß dieses "Aufschwatzen" funktioniert?
Flori
2010-10-13 16:14:14 UTC
Permalink
Post by Lothar Frings
Post by Walter Schmid
Post by Lothar Frings
Dann wird die "kostenlose" Lieferung bei Amazon also
vom Verlag bezahlt. Die Leistung ist natürlich
überzeugend: Sarrazins Buch habe ich vor einer
Woche bestellt, am nächsten Tag war es
versandkostenfrei im Briefkasten.
Bezahlt wird es von Dir! Der Verlag verdient bei Amazon pro Buch
weniger, verkauft aber mehr davon, da Amazon sehr gut im
Bücheraufschwatzen ist.
Bei mir bisher noch nicht. Wie ist denn ermittelt
worden, daß dieses "Aufschwatzen" funktioniert?
Marktforschung, Großer, die grenzt aber oft an Kaffesatzleserey - FR
Walter Schmid
2010-10-13 16:14:48 UTC
Permalink
Post by Lothar Frings
Post by Walter Schmid
Post by Lothar Frings
Dann wird die "kostenlose" Lieferung bei Amazon also
vom Verlag bezahlt. Die Leistung ist natürlich
überzeugend: Sarrazins Buch habe ich vor einer
Woche bestellt, am nächsten Tag war es
versandkostenfrei im Briefkasten.
Bezahlt wird es von Dir! Der Verlag verdient bei Amazon pro Buch
weniger, verkauft aber mehr davon, da Amazon sehr gut im
Bücheraufschwatzen ist.
Bei mir bisher noch nicht. Wie ist denn ermittelt
worden, daß dieses "Aufschwatzen" funktioniert?
Ich weiss nicht mal, ob es ermittelt wurde.

Amazon könnte eine Umfrage machen, wieviele Bücher man so gekauft
habe. Bis jetzt habe ich noch keine Umfrage gesehen.

Gruss

Walter
Joachim Pense
2010-10-13 16:22:57 UTC
Permalink
Post by Walter Schmid
Post by Lothar Frings
Bei mir bisher noch nicht. Wie ist denn ermittelt
worden, daß dieses "Aufschwatzen" funktioniert?
Ich weiss nicht mal, ob es ermittelt wurde.
Amazon könnte eine Umfrage machen, wieviele Bücher man so gekauft
habe. Bis jetzt habe ich noch keine Umfrage gesehen.
Ich stelle mir das anders vor. Amazon muss gar nichts aufschwatzen. Aber
Spontankäufe sind leichter möglich. Im Usenet empfiehlt jemand ein Buch.
Klick, klick, bestellt. Früher hätte ich mir den Titel notieren müssen,
den Zettel nicht verlieren, beim nächsten Buchladenbesuch mich erinnern,
dass ich den Zettel habe etc etc, und die ganze Zeit könnte ich darüber
nachdenken, dass ich dieses Buch doch eigentlich nicht so unbedingt
haben muss...

Joachim
Peter J. Holzer
2010-10-27 12:29:21 UTC
Permalink
Post by Joachim Pense
Post by Walter Schmid
Post by Lothar Frings
Bei mir bisher noch nicht. Wie ist denn ermittelt
worden, daß dieses "Aufschwatzen" funktioniert?
Ich weiss nicht mal, ob es ermittelt wurde.
Amazon könnte eine Umfrage machen, wieviele Bücher man so gekauft
habe. Bis jetzt habe ich noch keine Umfrage gesehen.
Ich stelle mir das anders vor. Amazon muss gar nichts aufschwatzen.
Aber sie tun es: "Käufer, die dieses Buch gekauft haben, kauften auch
...", Newsletter mit personalisierten Buchempfehlungen, etc.

Ob es funktioniert, weiß ich nicht. Aber ich vermute schon, dass das
besser funktioniert als klassische Werbung, auch wenn die Empfehlungen
gelegentlich etwas weit hergeholt sind: Proceedings einer Computational
Linguistics Konferenz über Sanskrit, weil ich Higher Order Perl gekauft
habe? Bücher über Jesuiten, weil ich The Sparrow gekauft habe?
Post by Joachim Pense
Aber Spontankäufe sind leichter möglich. Im Usenet empfiehlt jemand
ein Buch. Klick, klick, bestellt.
Das auch.

hp
Hans Altmeyer
2010-10-28 22:48:04 UTC
Permalink
Post by Peter J. Holzer
Aber sie tun es: "Käufer, die dieses Buch gekauft haben, kauften auch
...", Newsletter mit personalisierten Buchempfehlungen, etc.
Ob es funktioniert, weiß ich nicht. Aber ich vermute schon, dass das
besser funktioniert als klassische Werbung,
Es funktioniert. Und das System wird ständig optimiert. Amazon verfolgt
jeden Klickpfad auf der Seite und wertet jede Reaktion aus. Wenn sich
diese Empfehlungen nicht bewähren würden, gäbe es sie schon nicht mehr.

Gruß, Hans
--
News für Heimwerker http://www.diy-info.de
Links für Heimwerker http://www.diy-link.de
Lothar Frings
2010-10-31 18:55:48 UTC
Permalink
Post by Hans Altmeyer
Es funktioniert. Und das System wird ständig optimiert. Amazon verfolgt
jeden Klickpfad auf der Seite und wertet jede Reaktion aus. Wenn sich
diese Empfehlungen nicht bewähren würden, gäbe es sie schon nicht mehr.
Wieso das denn? Die SPD gibt es doch auch noch.
Volker Gringmuth
2010-10-31 19:13:22 UTC
Permalink
Post by Lothar Frings
Post by Hans Altmeyer
Es funktioniert. Und das System wird ständig optimiert. Amazon verfolgt
jeden Klickpfad auf der Seite und wertet jede Reaktion aus. Wenn sich
diese Empfehlungen nicht bewähren würden, gäbe es sie schon nicht mehr.
Wieso das denn? Die SPD gibt es doch auch noch.
Wäre sie ein Amazon-Werbeinstrument, gäbe es sie schon längst nicht mehr.


vG
--
"Sollen wir ein Volk von Kleinwagenfahrern werden? Natürlich nicht! Wenn
der Deutsche die Wahl hat, mit einem kleinen Auto über einen intakten
Planeten zu zockeln oder mit einem großen Geländewagen über einen
verwüsteten Planeten zu brettern - da weiß der Deutsche doch, was er
will!" (Volker Pispers, "Bis neulich")
Flori
2010-10-13 16:10:33 UTC
Permalink
Post by Lothar Frings
Post by Martina Diel
Der Autor bekommt die 10% aber nicht vom Ladenpreis sondern von dem
Preis, zu dem der Verlag es an den Handel abgibt. Das dürfte in etwa die
Hälfte sein.
Die Verdienstspanne ist 50%? Irre.
Was meinst'n, was der Einzelhandel bei Sportartikeln wie
Tennisschlägern und Skiern auf die Großhandelspreise aufschlägt - FR
Rüdiger Silberer
2010-10-14 14:46:54 UTC
Permalink
Post by Flori
Post by Lothar Frings
Post by Martina Diel
Der Autor bekommt die 10% aber nicht vom Ladenpreis sondern von dem
Preis, zu dem der Verlag es an den Handel abgibt. Das dürfte in etwa die
Hälfte sein.
Die Verdienstspanne ist 50%? Irre.
Was meinst'n, was der Einzelhandel bei Sportartikeln wie
Tennisschlägern und Skiern auf die Großhandelspreise aufschlägt - FR
Es ist ja auch keine Verdienstspanne, sondern eine Handelsspanne.
--
"Klimamodelle arbeiten mit gekoppelten, nichtlinearen, chaotischen
Systemen. Dadurch ist eine langfristige Voraussage des Systems Klima
nicht möglich."
(IPCC-Bericht, S. 774)
Hans Altmeyer
2010-10-14 22:08:48 UTC
Permalink
Post by Rüdiger Silberer
Es ist ja auch keine Verdienstspanne, sondern eine Handelsspanne.
Und die war in grauer Vorzeit quer durch den Einzelhandel normale Übung.
Da wurden die Preise nach dem Motto VK = 2 x EK kalkuliert. Branchen wie
Textil oder Food können davon nur noch träumen, in anderen Sortimenten
funktioniert das nach wie vor.

Gruß, Hans
--
News für Heimwerker http://www.diy-info.de
Links für Heimwerker http://www.diy-link.de
Jakob Achterndiek
2010-10-15 06:27:58 UTC
Permalink
Post by Hans Altmeyer
Post by Rüdiger Silberer
Es ist ja auch keine Verdienstspanne, sondern eine Handelsspanne.
Und die war in grauer Vorzeit quer durch den Einzelhandel normale
Übung. Da wurden die Preise nach dem Motto VK = 2 x EK kalkuliert.
Branchen wie Textil oder Food können davon nur noch träumen, in
anderen Sortimenten funktioniert das nach wie vor.
Ich vermute, das hängt irgendwie damit zusammen, daß man Bücher
nicht essen, Makkaroni nicht lesen und Kohlrabi nicht anziehen
kann.

j/\a
--
Walter Schmid
2010-10-15 12:08:39 UTC
Permalink
Post by Jakob Achterndiek
Post by Hans Altmeyer
Post by Rüdiger Silberer
Es ist ja auch keine Verdienstspanne, sondern eine Handelsspanne.
Und die war in grauer Vorzeit quer durch den Einzelhandel normale
Übung. Da wurden die Preise nach dem Motto VK = 2 x EK kalkuliert.
Branchen wie Textil oder Food können davon nur noch träumen, in
anderen Sortimenten funktioniert das nach wie vor.
Ich vermute, das hängt irgendwie damit zusammen, daß man Bücher
nicht essen, Makkaroni nicht lesen und Kohlrabi nicht anziehen
kann.
Seit Lady GaGa sich mit Rinds-Fleisch (und sonst nichts) kleidet,
würde ich Kleidung aus Kohlrabi nicht mehr ausschliessen.

Gruss

Walter
Hans Altmeyer
2010-10-16 00:01:00 UTC
Permalink
Post by Jakob Achterndiek
Post by Hans Altmeyer
Post by Rüdiger Silberer
Es ist ja auch keine Verdienstspanne, sondern eine Handelsspanne.
Und die war in grauer Vorzeit quer durch den Einzelhandel normale
Übung. Da wurden die Preise nach dem Motto VK = 2 x EK kalkuliert.
Branchen wie Textil oder Food können davon nur noch träumen, in
anderen Sortimenten funktioniert das nach wie vor.
Ich vermute, das hängt irgendwie damit zusammen, daß man Bücher
nicht essen, Makkaroni nicht lesen und Kohlrabi nicht anziehen
kann.
Es liegt wohl eher daran, daß es für Maccaroni keinen gebundenen
Ladenpreis gibt.

Übrigens sollte man Bücher durchaus essen können. Werner Herzog hat
seinen Schuh gegessen, da dürfte ein Buch im Vergleich bei weitem
bekömmlicher sein.

Gruß, Hans
--
News für Heimwerker http://www.diy-info.de
Links für Heimwerker http://www.diy-link.de
Rüdiger Silberer
2010-10-16 08:39:08 UTC
Permalink
Post by Hans Altmeyer
Post by Jakob Achterndiek
Post by Hans Altmeyer
Post by Rüdiger Silberer
Es ist ja auch keine Verdienstspanne, sondern eine Handelsspanne.
Und die war in grauer Vorzeit quer durch den Einzelhandel normale
Übung. Da wurden die Preise nach dem Motto VK = 2 x EK kalkuliert.
Branchen wie Textil oder Food können davon nur noch träumen, in
anderen Sortimenten funktioniert das nach wie vor.
Ich vermute, das hängt irgendwie damit zusammen, daß man Bücher
nicht essen, Makkaroni nicht lesen und Kohlrabi nicht anziehen
kann.
Es liegt wohl eher daran, daß es für Maccaroni keinen gebundenen
Ladenpreis gibt.
Übrigens sollte man Bücher durchaus essen können. Werner Herzog hat
seinen Schuh gegessen, da dürfte ein Buch im Vergleich bei weitem
bekömmlicher sein.
Vielleicht hat Herzog zuviele Filme mit Klaus Kinski gedreht, da kann
man schon gaga werden.
--
"Klimamodelle arbeiten mit gekoppelten, nichtlinearen, chaotischen
Systemen. Dadurch ist eine langfristige Voraussage des Systems Klima
nicht möglich."
(IPCC-Bericht, S. 774)
Hans Altmeyer
2010-10-16 13:03:37 UTC
Permalink
Post by Rüdiger Silberer
Post by Hans Altmeyer
Übrigens sollte man Bücher durchaus essen können. Werner Herzog hat
seinen Schuh gegessen, da dürfte ein Buch im Vergleich bei weitem
bekömmlicher sein.
Vielleicht hat Herzog zuviele Filme mit Klaus Kinski gedreht, da kann
man schon gaga werden.
Eine Legende zu "Werner Herzog eats his shoe" sagt zumindest, daß er
seine Aktion bei den Dreharbeiten zu "Fitzcarraldo" als Wetteinsatz für
den Fall angekündigt hätte, daß die Crew es schafft, das Schiff über den
Berg zu tragen.

In Wirklichkeit ging es wohl um eine ganz andere Wette mit seinem
Kollegen Errol Morris.

Wer sich die Sache einmal ansehen will, findet sie hier:
http://video.google.com/videoplay?docid=-414413418960249102#
http://video.google.com/videoplay?docid=5128598889708306325#

Gruß, Hans
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Hans Altmeyer
2010-09-18 00:20:19 UTC
Permalink
Post by Flori
An Lieferengpässe glaub ich auch nicht, aber 36 Expl. von einem Buch
im Schaufenster? Ich weeß nich so recht...
Die hatten einen richtig großen Stapel gebaut - Anzahl habe ich
geschätzt. Wenn's interessiert, kann ich gerne mal genau nachzählen.
Post by Flori
Gibt denn der Verlag irgendwo die Zahl der bislang ausgelieferten oder
auch der verkauften Expl. bekannt?
Die Zahl der verkauften weiß er wohl selbst erst, wenn die Remission
durch ist, und selbst dann können noch etliche irgendwo im Regal verstauben.

Gruß, Hans
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