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Gendersprache: Wie der Duden (Weiber!) das männliche Geschlecht verändert
(zu alt für eine Antwort)
Al Glattmann
2021-02-14 09:14:12 UTC
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Mannheim (dpa). Jahrhundertelang war klar: Ein Mieter ist ein Mensch,
der etwas gemietet hat. Ob dieser Mensch männlich, weiblich oder divers
ist, spielte sprachlich keine Rolle. Der Duden macht damit jetzt Schluss.

Wer auf duden.de „Mieter“ eingibt, sieht als Wortbedeutung: „männliche
Person, die etwas gemietet hat“. Expertinnen warnen vor diesem
sprachpolitischen Umsturz.

„Die Festlegung des grammatischen Genus Maskulinum auf das natürliche
Geschlecht entspricht nicht der Systematik des Deutschen“, sagt die
Sprachwissenschaftlerin Prof. Ursula Bredel. Wenn das Wort „Mieter“ nur
noch männliche Mieter bezeichne, erschwere dies auch die Bezeichnung
diverser Menschen, die sich weder dem männlichen noch dem weiblichen
Geschlecht zugehörig fühlen: Die bislang häufige Bezeichnung „Mieter
(m/w/d)“ wäre dann nicht mehr möglich.

Die Grammatik-Expertin Prof. Gisela Zifonun, die am Institut für
Deutsche Sprache in Mannheim gearbeitet hat, warnte bereits 2018 vor
einer Abschaffung des sogenannten generischen Maskulinums. „Generisch“
bedeutet: Personenbezeichnungen mit grammatisch männlichem Geschlecht
wie „der Mieter“ sagen nichts über das biologische Geschlecht aus.

„Sprachsystematisch führt ein Total-Verzicht auf maskuline
Personenbezeichnungen in geschlechtsneutraler Deutung zu empfindlichen
Lücken“, schrieb Zifonun im „IDS Sprachreport“ und gab ein Beispiel:
Wenn ich eine Autorin „eine der wichtigsten Schriftstellerinnen“ nenne,
ist das ein viel kleineres Lob als zu sagen: Sie ist „einer der
wichtigsten Schriftsteller“. Denn im zweiten Fall wird die Autorin mit
allen Schreibenden verglichen.

Die Mannheimer Linguistik-Professorin Angelika Wöllstein nennt weitere
Beispiele: Bei einer Durchsage im Zug „Ist ein Arzt an Bord?“ seien
nicht nur männliche Ärzte gefragt. Dasselbe gelte für Wendungen wie „zum
Arzt gehen“ oder „zum Bäcker gehen“. Auch bei Wortverbindungen wie
„bürgernah“ und „Mieterschutz“ gebe es keinen Bezug zum natürlichen
Geschlecht. „Um diese Möglichkeiten des Bedeutungsbeitrags zu
ermöglichen, sollten die lexikalischen Informationen derartigen
Beispielen nicht widersprechen“, betont Wöllstein mit Blick auf den Duden.

Im Bemühen um eine geschlechtergerechte Sprache ist das generische
Maskulinum allerdings in Verruf geraten. Es blende die Hälfte der
Menschheit, nämlich die weibliche, aus, heißt es. Stattdessen werden
Doppelformen wie „Mieterinnen und Mieter“ verwendet oder neue Formen wie
Genderstern („Mieter*innen“) und Unterstrich („Mieter_innen“).

Der Duden hat sich an die Spitze dieser Bewegung für mehr Gendersprache
gesetzt. Die Redaktionsleiterin Kathrin Kunkel-Razum erklärt: „Ein
geschlechterübergreifender Gebrauch der maskulinen Formen, besonders im
Plural („Die Lehrer dieser Schule engagieren sich sehr“), wird von der
Redaktion auch weiterhin in Beispielen gezeigt. Allerdings gerät dieser
Gebrauch immer stärker in die Diskussion, da oft nicht eindeutig ist, ob
nur männliche oder Personen aller Geschlechter gemeint sind.“

Die Rolle als maßgeblicher Hüter der Rechtschreibung hat der Duden seit
25 Jahren verloren. Stattdessen entscheidet der Rat für deutsche
Rechtschreibung über die Weiterentwicklung der Regeln. Doch
sprachpolitisch macht der Duden weiter Druck und hat Einfluss, zumal er
nach dem Ende der Wahrig-Konkurrenz der einzige Wörterbuchverlag in
Deutschland ist. Viele Menschen orientieren sich noch an seinen Vorgaben
– auch wenn diese über das Amtliche Regelwerk hinausgehen.

Mit diesem Vorgehen könnte sich der Duden einen Bärendienst erweisen,
meint die Geschäftsführerin des Rats, Sabine Krome. Sie bezweifelt, dass
„abenteuerliche Kreationen“ wie „Gästin“ oder Neubildungen wie
„Bösewichtin“, die jetzt im Online-Duden zu finden sind, eine relevante
Rolle spielen.

https://www.rhein-zeitung.de/deutschland-und-welt_artikel,-wie-der-duden-das-maennliche-geschlecht-veraendert-_arid,2222598.html




Was in diesem Wahnsinn auffällt:

"Expertinnen warnen vor diesem sprachpolitischen Umsturz."

"sagt die Sprachwissenschaftlerin Prof. Ursula Bredel"

"Die Grammatik-Expertin Prof. Gisela Zifonun, die am Institut für
Deutsche Sprache in Mannheim gearbeitet hat"

"Die Mannheimer Linguistik-Professorin Angelika Wöllstein nennt weitere
Beispiele"

"Der Duden hat sich an die Spitze dieser Bewegung für mehr Gendersprache
gesetzt. Die Redaktionsleiterin Kathrin Kunkel-Razum erklärt"

"Mit diesem Vorgehen könnte sich der Duden einen Bärendienst erweisen,
meint die Geschäftsführerin des Rats, Sabine Krome"


Alles klar? Kein einziger Mann, keine Stimme der Vernunft,
ausschließlich hormongesteuerte, hysterische und natürlich vollkommen
inkompetente Weiber, wie in der BRD-Regierung usw... Dummheit regiert!

Al Glattmann
Detlef Meißner
2021-02-14 10:25:45 UTC
Permalink
Al Glattmann schrieb:

[...]
Post by Al Glattmann
"Expertinnen warnen vor diesem sprachpolitischen Umsturz."
"sagt die Sprachwissenschaftlerin Prof. Ursula Bredel"
"Die Grammatik-Expertin Prof. Gisela Zifonun, die am Institut für
Deutsche Sprache in Mannheim gearbeitet hat"
"Die Mannheimer Linguistik-Professorin Angelika Wöllstein nennt weitere
Beispiele"
"Der Duden hat sich an die Spitze dieser Bewegung für mehr Gendersprache
gesetzt. Die Redaktionsleiterin Kathrin Kunkel-Razum erklärt"
"Mit diesem Vorgehen könnte sich der Duden einen Bärendienst erweisen,
meint die Geschäftsführerin des Rats, Sabine Krome"
Alles klar? Kein einziger Mann,
Männer, die Kritik geübt haben, gab und gibt es genug.
Post by Al Glattmann
keine Stimme der Vernunft,
Die Stimmen der Frauen sind sehr vernünftig.
Post by Al Glattmann
ausschließlich hormongesteuerte, hysterische und natürlich vollkommen
inkompetente Weiber, wie in der BRD-Regierung usw... Dummheit regiert!
Du bist also der Meinung, dass die Kritik dumm ist?
Oder ist sie dumm, weil sie von Frauen kommt?
Diese Einstellung wäre allerdings dumm.

Detlef
--
"Wir sollten daher im Namen der Toleranz das Recht für uns in Anspruch
nehmen, die Unduldsamen nicht zu dulden." (Popper)
Robert Ziegenbalg
2021-02-14 12:06:14 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Al Glattmann
keine Stimme der Vernunft,
Die Stimmen der Frauen sind sehr vernünftig.
Vernünftige Frauen stehen am Herd.
Post by Detlef Meißner
Post by Al Glattmann
ausschließlich hormongesteuerte, hysterische und natürlich vollkommen
inkompetente Weiber, wie in der BRD-Regierung usw... Dummheit regiert!
Du bist also der Meinung, dass die Kritik dumm ist?
Oder ist sie dumm, weil sie von Frauen kommt?
Diese Einstellung wäre allerdings dumm.
Die Sprache entwickelt sich natürlich. Dazu braucht es weder Lingua
Tertii Imperii oder Feminazigesülze. Duden verbrennen, aber hurtig!

Robert
Detlef Meißner
2021-02-14 12:27:57 UTC
Permalink
Post by Robert Ziegenbalg
Post by Detlef Meißner
Post by Al Glattmann
keine Stimme der Vernunft,
Die Stimmen der Frauen sind sehr vernünftig.
Vernünftige Frauen stehen am Herd.
Was machen sie da?
Post by Robert Ziegenbalg
Post by Detlef Meißner
Post by Al Glattmann
ausschließlich hormongesteuerte, hysterische und natürlich vollkommen
inkompetente Weiber, wie in der BRD-Regierung usw... Dummheit regiert!
Du bist also der Meinung, dass die Kritik dumm ist?
Oder ist sie dumm, weil sie von Frauen kommt?
Diese Einstellung wäre allerdings dumm.
Die Sprache entwickelt sich natürlich. Dazu braucht es weder Lingua
Tertii Imperii oder Feminazigesülze.
Eben!
Aber offensichtlich ist alles, was Frauen sagen, in deinen Augen
Femigesülze.
Und wenn Frauen sagen, Frauen gehörten an den Herd?

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Siegfrid Breuer
2021-02-14 15:01:00 UTC
Permalink
Post by Robert Ziegenbalg
Die Sprache entwickelt sich natürlich.
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Post by Robert Ziegenbalg
(PATSCH-an-die-Stirn-klatsch) - richtig, das hatte ich glatt vergessen.
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