Discussion:
Das Buch vom Tichy ist übrigens über 30 Jahre alt
(zu alt für eine Antwort)
Communistischer Salonlöwe
2021-09-06 15:12:11 UTC
Permalink
[...]
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Der Tichy hat weder Titten noch 'ne Muschi, so sieht der jedenfalls
nicht aus.
Daß Frauen oft mit ihren Eierstöcken denken, ist doch gar keine Theorie,
sondern bloße Empirie.
Das Buch vom Tichy ist übrigens über 30 Jahre alt.
Früher war Tichy wohl ein Linker, heute nicht mehr.

In der Jugend ist wohl jeder dumm wie ein Brot.

Manche bleiben dumm. Tichy nicht.

CS
Dorothee Hermann
2021-09-06 18:19:05 UTC
Permalink
Post by Communistischer Salonlöwe
Das Buch vom Tichy ist übrigens über 30 Jahre alt.
Früher war Tichy wohl ein Linker, heute nicht mehr.
In der Jugend ist wohl jeder dumm wie ein Brot.
Manche bleiben dumm. Tichy nicht.
So, so. Die Meinung über einen Autor ändert sich nicht mit dessen Alter,
sondern mit den Worten und Einstellungen des Autors - die den eigenen
genehm sind.

Nur ein Artikel (Zitat):

"Nach angekündigtem Rückzug - Tichys Problem ist nicht die
Erhard-Stiftung

Roland Tichy will den Vorsitz der Ludwig-Erhard-Stiftung abgeben. Der
Publizist war in die Kritik geraten, weil einer seiner Autoren in seinem
Magazin „Tichys Einblick“ eine Politikerin beleidigt hatte. Das Problem
ist aber nicht die Stiftung, sondern Tichys Arbeit als Journalist,
kommentiert Stefan Fries.

Es ist erstaunlich, wie lange es gedauert hat, bis Tichys Unterstützer
erkannt haben, wen sie 2014 zum Vorsitzenden der Ludwig-Erhard-Stiftung
gewählt haben.

Als Tichy 2017 in seinem Online-Meinungsmagazin „Tichys Einblick“ einen
Gastbeitrag veröffentlichte, in dem „grün-linke Gutmenschen“ als
„geistig-psychisch krank“ bezeichnet wurden, kündigte niemand seine
Mitgliedschaft. Vielleicht, weil Tichy den Artikel zurückzog.

Unseriös hat er aber immer wieder agiert – und damit nicht nur der
Stiftung einen schlechten Dienst erwiesen, sondern vor allem dem
Journalismus.
Tichy und seine Autoren schreiben etwa über Flüchtlinge, Kriminalität
von Migranten, Terrorismus, Islamismus und die angeblich bedrohte
Meinungsfreiheit.
Doch einige Artikel des selbsternannten „Meinungsmagazins“ basierten auf
grob fehlerhaften oder gar nicht erst angestellten Recherchen.
Meinung zählt oft mehr als Fakten, ist der Eindruck.

„Hetze und Falschbehauptungen“
So hieß es 2016, dass der Düsseldorfer Rosenmontagszug nicht wegen
schlechten Wetters abgesagt wurde, sondern aus Angst vor einem
islamistischen Anschlag.
Was falsch war.
2017 stellte Tichy die Bischöfin Margot Käßmann als Rassistin dar, indem
er eine ihrer Aussagen verdrehte.
2018 erfand einer seiner Autoren „Fake News“ beim ZDF und angebliche
Ermittlungen gegen Seenotretter, die er damit belegte, dass ihm niemand
widersprochen habe.

Ein anderer verbreitete Falschinformationen über eine Broschüre zum
Thema Rechtsextremismus. Im Rechtsstreit um einen Artikel über die
durchaus problematischen Medienbeteiligungen der SPD stellte sich Tichy
als Opfer dar, dabei war er Täter.

Die Grünen-Politikerin Claudia Roth ordnete „Tichys Einblick“ in einem
Interview neurechten Plattformen zu, „deren Geschäftsmodell auf Hetze
und Falschbehauptungen beruht“. Tichy klagte, aber Gerichte ließen das
als zulässige Meinungsäußerung durchgehen.

Tichy und seine Autoren schaden dem Journalismus
Das Problem ist also nicht Roland Tichy als Stiftungsvorsitzender.
Jeder andere, der in dieser Position so agiert oder entsprechendes
Agieren verantwortet hätte, wäre ebenfalls für die Stiftung untragbar
gewesen.
Mal davon abgesehen, dass sich ein solches parteiisches Amt ohnehin
nicht mit der unparteiischen Rolle eines Journalisten verträgt.
Dass Tichy nicht wieder als Stiftungsvorsitzender antritt, ändert aber
wohl nur wenig.

Das Problem ist Roland Tichy als Publizist, der behauptet, Journalismus
zu betreiben, aber oft gegen dessen Grundsätze verstößt.
Ja, die Pressefreiheit lässt meistens zu, was Tichy und seine Autoren
schreiben – dazu gehört auch die Verbreitung von Falschinformationen.
Aber sie schaden dem Journalismus, weil sie zwar so aussehen, aber eben
kein Journalismus sind"
aus
https://www.deutschlandfunk.de/nach-angekuendigtem-rueckzug-tichys-problem-ist-nicht-die.2907.de.html?dram:article_id=484683

fup de.rec.bücher

Dorothee

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