Discussion:
Ex libris
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Michael Welle
2018-11-10 18:41:43 UTC
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Hallo,

to ex libris or not to ex libris, das ist die Frage. Ich scheue mich ein
bischen, in einige Buecher -vornehmlich aeltere, von 1900 oder so-
welche einzukleben. Wie haltet ihr es?

VG
hmw
Werner Tann
2018-11-10 20:00:43 UTC
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Post by Michael Welle
to ex libris or not to ex libris, das ist die Frage. Ich scheue mich ein
bischen, in einige Buecher -vornehmlich aeltere, von 1900 oder so-
welche einzukleben. Wie haltet ihr es?
Never ever. Irgendwann landen deine Bücher im Nachlass, und deine
Erben schleppen sie - im besten Fall - zum Antiquar oder wenigstens
auf einen Flohmarkt. Ich schätze, es wird nur wenige Käufer/Sammler
alter Bücher geben, die entzückt sind von eingeklebten Ex Libris.
Alles, was den Ladenzustand eines Buches verändert, schmälert den Wert
für den Wiederverkauf, seien es nicht ohne Spuren ablösbare Einbände,
Stempel, Widmungen, Namenseinträge oder eben Ex Libris.
Michael Welle
2018-11-11 07:12:24 UTC
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Hallo,
Post by Werner Tann
Post by Michael Welle
to ex libris or not to ex libris, das ist die Frage. Ich scheue mich ein
bischen, in einige Buecher -vornehmlich aeltere, von 1900 oder so-
welche einzukleben. Wie haltet ihr es?
Never ever. Irgendwann landen deine Bücher im Nachlass, und deine
Erben schleppen sie - im besten Fall - zum Antiquar oder wenigstens
auf einen Flohmarkt.
ich wuerde mich da eher keinen Illusionen hingeben...
Post by Werner Tann
Ich schätze, es wird nur wenige Käufer/Sammler
alter Bücher geben, die entzückt sind von eingeklebten Ex Libris.
So in etwa denke ich auch. Andererseits, ich kaufe fast nur noch
gebrauchte Buecher. Und ich finde es spannend, wenn ich einen
Notizzettel, eine Postkarte als Lesezeichen oder auch einen ordentlich
gemachten Namenseintrag oder ein ex libris finde.

VG
hmw
Werner Tann
2018-11-11 09:03:07 UTC
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Post by Michael Welle
Post by Werner Tann
Never ever. Irgendwann landen deine Bücher im Nachlass, und deine
Erben schleppen sie - im besten Fall - zum Antiquar oder wenigstens
auf einen Flohmarkt.
ich wuerde mich da eher keinen Illusionen hingeben...
Man kann nie sicher wissen, was mit dem eigenen Krempel passiert, wenn
man den Löffel abgibt. Bei "Bares für Rares" sagen immer wieder
Verkäufer, sie hätten das Ding bei einer Wohnungsräumung aus dem
Container geholt. Also: deine Erben schmeißen's weg, die Nachbarn
retten es. ;-)
Post by Michael Welle
So in etwa denke ich auch. Andererseits, ich kaufe fast nur noch
gebrauchte Buecher. Und ich finde es spannend, wenn ich einen
Notizzettel, eine Postkarte als Lesezeichen oder auch einen ordentlich
gemachten Namenseintrag oder ein ex libris finde.
Ja, wenn die Ex Libris über 100 Jahre alt sind, haben sie einen
eigenen Charme. Aber die Ex-Libris-Aufkleber der, sagen wir, letzten
50 Jahre, sind nicht so reizvoll. Vielleicht werden sie das in
weiteren 50 Jahren ... Aber diese Zeit müssen die Bücher erstmal
überstehen. Schlechte Aussichten, weil die Sammler alter Bücher immer
weniger werden.
Michael Welle
2018-11-11 09:35:59 UTC
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Hallo,
Post by Werner Tann
Post by Michael Welle
Post by Werner Tann
Never ever. Irgendwann landen deine Bücher im Nachlass, und deine
Erben schleppen sie - im besten Fall - zum Antiquar oder wenigstens
auf einen Flohmarkt.
ich wuerde mich da eher keinen Illusionen hingeben...
Man kann nie sicher wissen, was mit dem eigenen Krempel passiert, wenn
man den Löffel abgibt. Bei "Bares für Rares" sagen immer wieder
Verkäufer, sie hätten das Ding bei einer Wohnungsräumung aus dem
Container geholt. Also: deine Erben schmeißen's weg, die Nachbarn
retten es. ;-)
kommt wohl vor. Aber selbst Laeden, die gebrauchte Buecher fuer 1, 2, 3
Euro das Stueck verkaufen, lehnen Anlieferungen oft ab, weil die Lager
voll sind und selten Kunden vorbeikommen, die auch mal einen Ladenhueter
mitnehmen. Insofern erfreue ich mich an meinen Buechern, solange ich die
Augen offenhalten kann und mache mir wenig Sorgen, was danach passiert.
Post by Werner Tann
Post by Michael Welle
So in etwa denke ich auch. Andererseits, ich kaufe fast nur noch
gebrauchte Buecher. Und ich finde es spannend, wenn ich einen
Notizzettel, eine Postkarte als Lesezeichen oder auch einen ordentlich
gemachten Namenseintrag oder ein ex libris finde.
Ja, wenn die Ex Libris über 100 Jahre alt sind, haben sie einen
eigenen Charme. Aber die Ex-Libris-Aufkleber der, sagen wir, letzten
50 Jahre, sind nicht so reizvoll. Vielleicht werden sie das in
weiteren 50 Jahren ... Aber diese Zeit müssen die Bücher erstmal
überstehen. Schlechte Aussichten, weil die Sammler alter Bücher immer
weniger werden.
Naja, es gibt solche und solche [0]. Aber es besteht kein echter Bedarf
mehr an der Gebrauchskunst ex libris. Insofern werden auch die
Produzenten weniger. Spontan habe ich eine Geschaeftsidee: man koennte
ex libris fuer ebooks anbieten ;). Irgendwo hatte ich neulich gelesen,
dass auch ebooks gesammelt werden.

VG
hmw

[0] http://art-exlibris.net/
Werner Tann
2018-11-11 10:48:43 UTC
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Post by Michael Welle
Naja, es gibt solche und solche [0]. Aber es besteht kein echter Bedarf
mehr an der Gebrauchskunst ex libris. Insofern werden auch die
Produzenten weniger. Spontan habe ich eine Geschaeftsidee: man koennte
ex libris fuer ebooks anbieten ;). Irgendwo hatte ich neulich gelesen,
dass auch ebooks gesammelt werden.
Der funktionale Gedanke hinter der Ex-Libris-Kleberei war und ist die
Besitzermarkierung. Das ist sinnvoll bei verliehenen Büchern. Wenn der
Ausleiher es nicht zurückgibt/klaut, soll er wenigstens lebenslang den
Namen des Bestohlenen vor Augen haben. :-)

Wenn man ein eBook (meistens verbotenerweise) weitergibt, "gibt" man
es ihm ja nicht, man kopiert es, behält also das Original. Damit ist
eine Besitzermarkierung sinnfrei.

Bleibt nur die Markierung fürs eigene Auge.
Peter J. Holzer
2018-11-18 14:02:47 UTC
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Post by Werner Tann
Post by Michael Welle
Post by Werner Tann
Never ever. Irgendwann landen deine Bücher im Nachlass, und deine
Erben schleppen sie - im besten Fall - zum Antiquar oder wenigstens
auf einen Flohmarkt.
ich wuerde mich da eher keinen Illusionen hingeben...
Man kann nie sicher wissen, was mit dem eigenen Krempel passiert, wenn
man den Löffel abgibt. Bei "Bares für Rares" sagen immer wieder
Verkäufer, sie hätten das Ding bei einer Wohnungsräumung aus dem
Container geholt. Also: deine Erben schmeißen's weg, die Nachbarn
retten es. ;-)
Ich sehe wenig Grund, auf den monetären Vorteil der Nachbarn meiner
Erben Rücksicht zu nehmen.

Wenn ich meine Bücher irgendwie markieren möchte (vielleicht, damit ich
verborgte Exemplare wieder zurückbekomme) oder nicht markieren möchte
(aus ästhetischen Gründen), dann mache ich das, weil es mir einen
Vorteil bringt, aber doch nicht, weil es irgendwelchen Unbekannten in
30, 40 Jahren einen Vorteil bringen könnte.

hp
--
_ | Peter J. Holzer | Fluch der elektronischen Textverarbeitung:
|_|_) | | Man feilt solange an seinen Text um, bis
| | | ***@hjp.at | die Satzbestandteile des Satzes nicht mehr
__/ | http://www.hjp.at/ | zusammenpaßt. -- Ralph Babel
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